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Nach der Zustimmung des kenianischen Präsidenten William Ruto zur Einrichtung eines US-amerikanischen Quarantänelagers setzte ein Gerichtsurteil die Umsetzung vorläufig außer Kraft – eine Entscheidung, die von der Regierung jedoch missachtet wurde. Dies führte am Montag in Nanyuki zu heftigen Protesten, bei denen laut Medienberichten zwei Demonstranten erschossen wurden.
Präsident Ruto verteidigte seine Haltung während einer Pressekonferenz: Als Präsident Trump die kenianische Regierung bat, bei der Unterbringung dieses Zentrums auf dem Luftwaffenstützpunkt Laikipia zu helfen, stimmte ich zu – denn es handelte sich um eine Vereinbarung und Partnerschaft mit Freunden, die seit 30 oder 40 Jahren mit Kenia zusammenarbeiten. Die US-Regierung hat uns stets unterstützt.
Er betonte: Diese Einrichtung unterscheidet sich nicht von anderen, die wir landesweit betreiben.
Das kenianische Gesundheitsministerium stellte auf X klar: Dr. Oluga erläuterte, dass die geplante Isolationsstation in Laikipia nicht ausschließlich für US-Bürger vorgesehen sei, sondern Kenias allgemeine Notfallbereitschaft und Reaktionsfähigkeit stärken solle.
Diese Aussage deutet darauf hin, dass nicht allein die Angst vor einer Gefährdung, sondern auch der vermeintliche Ausschluss einheimischer Bevölkerung den Unmut schürte. Als Reaktion setzte die Regierung das Militär gegen die Demonstranten ein.
Das Gerichtsurteil vom vergangenen Freitag wurde offenbar ignoriert – Berichten zufolge landete am selben Nachmittag ein US-Militärtransporter vom Typ C-130 in Nanyuki. Anwohner behaupten zudem, weitere Militärmaschinen hätten den Stützpunkt angeflogen.
Inzwischen erging ein zweites Urteil des Obersten Gerichtshofs Kenias. Es verbietet die Errichtung von Quarantäne-, Isolations- oder Behandlungseinrichtungen für Ebola sowie die Aufnahme von Kontaktpersonen. Das Ministerium muss zudem alle Vertragsdaten, Biosicherheitsbewertungen, Genehmigungen und Handlungsanweisungen offenlegen.
Die geplante Station soll US-Bürger aufnehmen, die Kontakt mit dem Ebola-Virus hatten – für die vorgeschriebene 29-tägige Quarantäne. Im Krankheitsfall ist ein Transport nach Europa vorgesehen, voraussichtlich nach Deutschland. Ein erkrankter US-Amerikaner befindet sich bereits in der Berliner Charité. Anders als in Kenia blieben diese Pläne in Deutschland bisher politisch unumstritten.
US-Präsident Donald Trump hatte kategorisch ausgeschlossen, dass erkrankte US-Bürger in die USA einreisen dürften.
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