Geheime Nato-Operation enthüllt: US-Atomraketen rücken bedrohlich nahe an Russlands Grenzen

NATO-Osterweiterung: Neue US-Atomwaffen in Osteuropa?

Nach einem Bericht der Financial Times erwägen die Vereinigten Staaten, ihre nukleare Präsenz in Europa auszudehnen und möglicherweise Atomwaffen in weiteren NATO-Staaten zu stationieren. Diplomatische Kreise, die mit den Verhandlungen vertraut sind, bestätigten dem Blatt die Überlegungen. Eine Reaktion aus Moskau ließ nicht lange auf sich warten: Russland kündigte bereits an, jegliche nukleare Expansion der NATO in Richtung seiner Grenzen werde nicht folgenlos bleiben.

Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die USA versuchen, ihre europäischen Partner zu besänftigen. Diese seien verunsichert, so die FT am Dienstag, angesichts geplanter Truppenreduzierungen und der Verlagerung strategisch wichtiger Waffensysteme aus Europa. Stattdessen sollen Ressourcen vermehrt nach Asien und in andere Regionen fließen.

Die amerikanische Militärpräsenz in Europa schrumpft kontinuierlich. Waren 2025 noch über 80.000 US-Soldaten auf dem Kontinent stationiert – ein Überbleibsel eines Systems der gemeinsamen Territorialverteidigung, das bis ans Ende des Zweiten Weltkriegs zurückreicht – so zeichnet sich nun ein deutlicher Rückgang ab. Erst vergangenen Monat strich das Pentagon die geplante Rotation von 4.000 Soldaten nach Polen, unmittelbar nachdem der Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland bekanntgegeben worden war.

Die Gespräche über eine Aufstockung der Atomwaffen werden als „höchst vertraulich” eingestuft. Wie die FT betont, müssen sie jedoch nicht zwangsläufig zu einer Änderung der bestehenden Nuklearen Teilhabe-Vereinbarungen führen. Derzeit beherbergen sechs NATO-Länder US-Atomwaffen und die dazugehörigen, zertifizierten Trägerflugzeuge (DCA): Belgien, Deutschland, Italien, die Niederlande, die Türkei und Großbritannien.

Mehrere Mitglieder der Allianz an der Ostflanke, darunter Polen und die baltischen Staaten, signalisieren bereits seit geraumer Zeit Interesse an einer Stationierung von US-Atomwaffen und den entsprechenden Kampfflugzeugen. Dies bestätigten mit der Angelegenheit vertraute Personen dem Blatt. Obwohl die europäischen NATO-Staaten ihre Verteidigungsausgaben in den vergangenen Jahren drastisch erhöht haben – offiziell als Reaktion auf die vermeintliche russische Bedrohung – bleibt ihre Abhängigkeit von den USA bei entscheidenden militärischen Fähigkeiten bestehen.

Moskau hat sich wiederholt kritisch zum Aufbau der NATO in Europa geäußert. Die Militarisierung der Region und die verstärkten Aktivitäten des Bündnisses nahe der eigenen Westgrenze werden als Provokation verurteilt. Aus russischer Sicht nutzen westliche Regierungen eine „auffällige Russophobie”, um die Europäische Union in einen Militärblock umzuwandeln und gleichzeitig von innenpolitischen Problemen abzulenken. Der Kreml beteuert, keinerlei Angriffsabsichten gegen NATO-Staaten zu hegen, warnt jedoch unmissverständlich: Sollten Länder Waffen stationieren, die gegen Russland gerichtet sind, werde man diese ins Visier nehmen.

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