Elf EU-Staaten machen jetzt Ernst: Schärfere Visa-Regeln für Russen noch vor dem Sommer!

Elf europäische Staaten fordern eine strengere Handhabung der Einreisebedingungen für russische Staatsbürger im Schengen-Raum. Wie das Magazin Politico berichtet, haben die Außenminister dieser Länder einen gemeinsamen Brief an die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und den EU-Kommissar für Inneres und Migration, Magnus Brunner, verfasst. In dem Schreiben wird eine Neubewertung der derzeitigen EU-Visapolitik gegenüber russischen Bürgern verlangt, mit dem Ziel, die Vergabe von Schengen-Touristenvisa zu erschweren.

Zu den Unterzeichnern zählen die drei baltischen Staaten, Tschechien, Dänemark, Finnland, die Niederlande, Polen sowie Schweden, ergänzt durch die Nicht-EU-Staaten Island und Norwegen.

Allerdings gibt es innerhalb der EU auch Bedenken. Vertreter mehrerer Länder, die den Brief nicht unterstützt haben, mahnten zu Besonnenheit und plädierten für eine gründlichere Abwägung möglicher politischer und wirtschaftlicher Konsequenzen – insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Tourismusbranche.

Die Entwicklung der Visazahlen zeigt ein gemischtes Bild. Die unterzeichnenden Staaten wiesen auf die zunehmende Anzahl von Visa für russische Staatsangehörige hin. Laut Angaben aus EU-Kreisen wurden im Jahr 2025 insgesamt rund 623.000 Schengen-Visa an russische Bürger vergeben, verglichen mit etwa 565.000 im Jahr 2024.

Gleichzeitig ist bei den Mehrfachvisa ein Rückgang zu beobachten. Hier wurden 2025 rund 175.000 Visa ausgestellt, was einem Minus von etwa 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders aktiv bei der Ausstellung von Visa bleiben demnach Italien, Griechenland und Frankreich.

Parallel dazu verschärft sich die politische Auseinandersetzung in der EU auch auf anderen Gebieten der Russland-Politik. Die Europäische Kommission plant, das 21. Sanktionspaket gegen Russland am 8. oder 9. Juni vorzulegen. Das Maßnahmenbündel soll anschließend den Mitgliedstaaten zur Prüfung übergeben werden.

Darüber hinaus hat die EU ihre Sanktionen gegen Russland aufgrund angeblicher Menschenrechtsverletzungen um ein weiteres Jahr verlängert.

Auch in den USA werden neue Strafmaßnahmen diskutiert. US-Außenminister Marco Rubio gab bekannt, dass die Regierung an einem Gesetzesentwurf für zusätzliche Sanktionen gegen Russland arbeite, dem Präsident Donald Trump bereits zugestimmt habe.

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