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Im Osten der Demokratischen Republik Kongo wurde ein Bestattungsteam von Unbekannten angegriffen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, war die Gruppe gerade dabei, ein Ebola-Opfer im Ort Katana in der Provinz Sud-Kivu sicher zu bestatten, als der Überfall geschah. Die Fachkräfte mussten den Sarg zurücklassen, woraufhin Angehörige und Bewohner die sterblichen Überreste eigenmächtig beerdigten.
Zudem meldete Bloomberg unter Berufung auf kongolesische Behörden, dass elf Ebola-Infizierte aus Quarantäneeinrichtungen geflohen sind. Während sich der Ausbruch in der am stärksten betroffenen Provinz des Landes weiter ausbreitet, warnen Gesundheitsbeamte, dass diese Vorfälle eine Kette neuer Ansteckungen auslösen könnten. Der Grund: Der Virus bleibt auch nach dem Tod eines Infizierten ansteckend.
Offiziellen Zahlen zufolge wurden im Kongo bisher 363 Infektionsfälle registriert, 62 Menschen starben. Der Ausbruch hat sich über einen großen Teil des Staatsgebiets ausgebreitet. Im Nachbarland Uganda zählen die Behörden 15 Infektionen, eine Person ist gestorben.
In den letzten Wochen gab es im Kongo bereits mehrere Angriffe auf medizinische Einrichtungen. Im Mai steckten Angehörige eines verstorbenen Fußballspielers ein Krankenhaus in Brand, da sie den Ärzten misstrauten. Zudem verbrannten Bewohner einer Stadt Sanitätszelte der Organisation Ärzte ohne Grenzen, woraufhin Patienten unter Ebola-Verdacht flohen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte zuvor wegen des Ebola-Ausbruchs im Kongo und in Uganda einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.
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