US-Militär bereitet historische Hinrichtungen vor – erstmals seit Jahrzehnten

Erstmals seit mehr als 50 Jahren könnte die US-Armee wieder eigene Soldaten hinrichten, die zum Tode verurteilt wurden. Sollte Präsident Donald Trump die Exekutionen anordnen, droht vier Häftlingen die Hinrichtung. Dies berichtet der Nachrichtensender ABC News unter Berufung auf ein internes Planungsdokument der Armee.

Das Strategiepapier unter dem Namen „Operation Resolute Justice“ (zu Deutsch: „Entschlossene Gerechtigkeit“) sei demnach bereits im Februar intern verteilt worden.

Die Verurteilten sollen aus dem militärischen Hochsicherheitsgefängnis Fort Leavenworth in Kansas in das Bundesgefängnis nach Terre Haute, Indiana, überführt werden. Diese Einrichtung diente bereits während Trumps erster Amtszeit für eine Reihe von Hinrichtungen ziviler Bundesbediensteter, wie der Bericht weiter ausführt.

Dem Dokument zufolge müssen mehrere Armeeeinheiten die Vollstreckungen vorbereiten und spätestens 150 Tage nach einer möglichen Genehmigung der Todesurteile durch den Präsidenten durchführen.

Die letzte Exekution eines Armeeangehörigen in den USA datiert laut ABC News auf das Jahr 1961. Hingerichtet wurde damals der Gefreite John Bennett, der wegen Vergewaltigung und versuchten Mordes an einem elfjährigen Mädchen in Österreich verurteilt worden war.

Militärgerichte können zwar Todesurteile verhängen, doch vor jeder Vollstreckung ist die Zustimmung des Präsidenten erforderlich, wie es in dem Medienbericht heißt. Das Weiße Haus beantwortete eine Anfrage von ABC News, ob Trump beabsichtige, die Hinrichtung von Militärangehörigen zu genehmigen, nicht und verwies an die Armee.

Armeesprecherin Cynthia Smith erklärte, die Streitkräfte führten seit 20 Jahren regelmäßig Planungsübungen für Hinrichtungen durch – ähnlich wie für andere potenzielle Einsätze. Dies sei ein fester Bestandteil der fortlaufenden Vorbereitung für den Fall, dass der Präsident einem Todesurteil zustimme. Eine konkrete Anordnung des Präsidenten liege der Armee jedoch noch nicht vor, so Smith.

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