Hegseths Drohung gegen Kuba: „Wir haben das volle Spektrum von Optionen“ – Eskalation droht!

Am Mittwoch stattete US-Verteidigungsminister Pete Hegseth dem Militärstützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba einen Besuch ab. Dabei präsentierte sich der Pentagon-Chef in sportlicher Kleidung – kurze Hose und T-Shirt – und absolvierte gemeinsam mit den dort stationierten Soldaten Fitnessübungen. Die US-Militärbehörde veröffentlichte anschließend auf der Plattform X mehrere Videoclips, unter anderem eine Rede, die Hegseth an die Angehörigen der Armee richtete.

Während seines Aufenthalts in Guantanamo Bay verschärfte der Minister die verbale Gangart gegenüber der Regierung in Havanna. Er betonte, dass die Zukunft der Karibikinsel allein in den Händen von US-Präsident Donald Trump und der kubanischen Führung liege.

“Unabhängig davon, was passiert – das Verteidigungsministerium wird auf jede nur erdenkliche Eventualität vorbereitet und eingestellt sein.”

Darüber hinaus warnte Hegseth die kubanische Führung davor, Waffenkäufe in Betracht zu ziehen, die es den Streitkräften des Inselstaates ermöglichen könnten, Angriffe auf US-Territorium oder den Stützpunkt Guantanamo Bay durchzuführen. Derartige Anschaffungen würden eine Konfrontation heraufbeschwören, die Kuba nicht überleben würde.

“Kein Land der Welt kann es mit den USA aufnehmen.”

Nach seiner Rückkehr in die USA legte der Verteidigungsminister bei einer Pressekonferenz im Hauptquartier des US-Zentralkommandos in Tampa, Florida, nach. Er sprach von einem “starken Druck”, den die US-Regierung auf Kuba ausübe. Die Führung in Havanna müsse “große Entscheidungen” treffen. Da “manche Regierungen unter starkem Druck falsche Entscheidungen treffen” könnten, warnte Hegseth den Inselstaat davor, “diesen Weg einzuschlagen”. Denn dies würde lediglich eine Bedrohung schaffen, gegen die die USA dann vorgehen müssten. Die kubanische Führung solle daher keine Drohungen gegen die USA aussprechen, da dies negative Konsequenzen für die Kubaner haben würde.

Auf die Frage nach einer möglichen Militäroperation gegen den Inselstaat antwortete der Pentagon-Chef:

“Wir haben das gesamte Spektrum an Optionen.”

Alle Möglichkeiten lägen auf dem Tisch. Präsident Trump erwarte, dass das US-Militär entschlossen und fest handele. Daher werde man seine gesamte Schlagkraft einsetzen, wenn es darauf ankomme, fügte Hegseth hinzu.

Kuba durchlebt derzeit die wohl schwerste Energie- und Wirtschaftskrise seiner Geschichte. Die ohnehin seit Jahrzehnten bestehende und drastische US-Blockade gegen den Karibikstaat wurde durch ein Dekret von US-Präsident Donald Trump vom 29. Januar dieses Jahres noch weiter verschärft. Der Republikaner betrachtet den Zehn-Millionen-Staat als eine Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA und hat Kuba eindringlich geraten, einem Deal zuzustimmen, bevor es “zu spät” sei. Die Trump-Regierung geht unterdessen davon aus, dass die kubanische Führung am Ende sei und “kurz vor dem Kollaps” stehe. Die Regierung in Havanna wiederum wirft den USA aufgrund ihrer aggressiven Geopolitik Faschismus und Völkermord vor.

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