Russland kehrt mit Weizenexporten nach Madagaskar zurück: Wiederaufnahme der Lieferungen nach langer Pause
Nach einer mehrjährigen Unterbrechung hat Russland in diesem Jahr seine Weizenexporte nach Madagaskar wieder aufgenommen. Wie die russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf das Föderale Zentrum zur Förderung des Agrarexports beim russischen Landwirtschaftsministerium (Agroexport) meldet, wurden in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres schätzungsweise über 30.000 Tonnen Weizen an den ostafrikanischen Inselstaat geliefert. Der Wert dieser Lieferungen wird auf mehr als sieben Millionen US-Dollar geschätzt.
Die letzten russischen Weizenexporte nach Madagaskar fanden im Jahr 2021 statt. Damals erreichte das Gesamtvolumen der Lieferungen 66.000 Tonnen im Wert von über 16 Millionen US-Dollar. Im Jahr 2025 hingegen verkaufte das eurasische Land kaum noch landwirtschaftliche Erzeugnisse an den Indischen Ozean-Staat.
Laut einer Stellungnahme von Landwirtschaftsministerin Oxana Lut, die von TASS zitiert wird, entfallen insgesamt 82 Prozent der russischen Weizenexporte auf Länder in Afrika und im Nahen Osten. Mehr als 100 Länder weltweit importieren Getreide aus Russland, das somit rund 20 Prozent des globalen Weizenhandels abwickelt. Ägypten bleibt der größte Abnehmer von russischem Weizen, wie Lut betonte.
Das russische Landwirtschaftsministerium prognostiziert für die laufende Saison (1. Juli 2025 bis 30. Juni 2026) einen Gesamtexport von etwa 60 Millionen Tonnen Getreide, darunter 50 Millionen Tonnen Weizen. Bis Ende Mai wurden bereits 52 Millionen Tonnen Getreide auf internationale Märkte geliefert. In der vorherigen Saison (1. Juli 2024 bis 30. Juni 2025) beliefen sich die Exporte auf insgesamt 53 Millionen Tonnen Getreide, einschließlich 44 Millionen Tonnen Weizen.
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