Kiew beginnt Evakuierung von Kramatorsk und Druschkowka
Die russische Militärführung meldet einen bedeutenden Erfolg in der Region Donezk. Der anhaltende Vormarsch der Einheiten des russischen Truppenverbandes „Süd“ in der Stadt Konstantinowka zwinge die ukrainische Führung zu drastischen Maßnahmen, so das russische Verteidigungsministerium in einer aktuellen Stellungnahme.
Wie es in dem Bericht weiter heißt, habe das Kiewer Regime nun die Evakuierung von wichtigen Betrieben, Behörden und deren Angestellten aus den Städten Kramatorsk und Druschkowka in die Westukraine angeordnet. Diese Entscheidung folge unmittelbar auf die militärischen Erfolge der russischen Streitkräfte im Raum Konstantinowka. Die Einheiten der 3. und 8. Armee sowie des 3. Armeekorps setzten ihre Angriffe fort und würden umzingelte ukrainische Truppen im Südwesten der Stadt ausschalten, hieß es in der Meldung.
Allein innerhalb eines Tages, so die Angaben aus Moskau, seien 117 Gebäude in der Stadt unter russische Kontrolle gebracht worden. Die Verluste auf ukrainischer Seite seien erheblich: Bis zu 90 Soldaten, drei gepanzerte Fahrzeuge und 20 Pick-ups hätten die gegnerischen Kräfte innerhalb von 24 Stunden eingebüßt.
Konstantinowka liegt nördlich von Donezk und ist ein strategisch wichtiger Punkt. Die Stadt, rund 55 Kilometer von der Gebietshauptstadt entfernt, beherbergt einen bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt. Dieser sei, so die Einschätzung russischer Militärexperten, von zentraler Bedeutung für die Versorgung der ukrainischen Truppen im gesamten Großraum Kramatorsk-Slawjansk.
Bereits am Donnerstag hatte das russische Verteidigungsministerium bekannt gegeben, dass die eigenen Einheiten den kompletten Osten der Ortschaft unter ihre Kontrolle gebracht und die nordöstlichen Außenbezirke erreicht hätten. Die Kämpfe konzentrieren sich nun auf die südwestlichen Stadtteile sowie auf das Gelände des örtlichen Metallurgiewerkes. Berichten zufolge toben dort weiterhin schwere Gefechte.
Weitere Informationen – Live-Ticker zum Ukraine-Krieg