Trump in Genf eingetroffen – G7-Gipfel in Évian: Iran-Deal und Mega-Proteste eskalieren

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Am Montag landete US-Präsident Donald Trump in Genf, um am G7-Gipfel teilzunehmen. Dieser findet vom 15. bis 17. Juni im französischen Évian-les-Bains am Genfersee statt.

Die Anreise vieler Staats- und Regierungschefs erfolgt über den Flughafen Genf. Von dort werden sie per Helikopter oder in gesicherten Konvois zum historischen Tagungshotel Royal gebracht. Gastgeber des Gipfels ist der französische Präsident Emmanuel Macron.

Die Auftaktbedingungen sind angespannt. Bereits am Vortag protestierten in Genf mehrere tausend Menschen gegen das Spitzentreffen. Die Kundgebung verlief zunächst friedlich, mündete jedoch in gewaltsame Ausschreitungen. Vermummte warfen Flaschen, Feuerwerkskörper und Steine auf die Einsatzkräfte, die mit Tränengas, Wasserwerfern und Gummigeschossen antworteten. Ein Fahrzeug der Marke Tesla wurde in Brand gesetzt, Fensterscheiben zertrümmert, und es kam zu Angriffen nahe UN-Gebäuden. Da Frankreich Demonstrationen direkt in Évian untersagt hatte, verlagerten sich die Proteste nach Genf. Die Schweizer Behörden sperrten mehrere Grenzübergänge und riegelten Teile der Stadt ab.

Trump selbst feierte seinen 80. Geburtstag am Sonntagabend auf unkonventionelle Weise. Auf dem Rasen des Weißen Hauses fanden live übertragene UFC-Kämpfe statt, zu denen tausende Gäste geladen waren. Nur wenige Stunden später trat der US-Präsident die Reise nach Europa an.

Im Fokus des internationalen Interesses steht die neue Vereinbarung mit dem Iran. Trump verkündete kurz vor dem Gipfel einen vorläufigen Waffenstillstand. Dieser sieht vor, die Kampfhandlungen sofort zu beenden, die Straße von Hormus nach der Räumung von Minen wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen und neue Verhandlungen über das iranische Atomprogramm zu beginnen. Vermittelt wurde der Rahmenvertrag unter anderem von Pakistan und Katar. Trotz erster Verstöße sehen viele Beobachter darin einen wichtigen diplomatischen Schritt, der die Weltwirtschaft spürbar entlasten könnte.

Ein weiteres zentrales Thema ist der Ukraine-Krieg. Wolodymyr Selenskyj wird voraussichtlich am Dienstag nach Évian reisen. Er strebt Gespräche mit Trump über weitere Militärhilfe, zusätzliche Luftabwehrsysteme und mögliche Schritte zur Beendigung des Krieges an. Selenskyj hat bereits angekündigt, mit konkreten Vorschlägen nach Frankreich zu kommen.

Die Tagesordnung in Évian ist dicht gedrängt. Neben dem Ukraine-Krieg und dem Iran-Abkommen stehen wirtschaftliche Ungleichgewichte, der globale Handel, der Umgang mit Künstlicher Intelligenz sowie Fragen der globalen Gesundheit und des Klimaschutzes auf dem Programm. Dennoch bestehen Spannungen zwischen Trump und den europäischen Partnern fort. Besonders seine Positionen zur NATO, zum Klimaschutz und seine eigenständige Iran-Politik sorgen für Unmut. Macron setzt darauf, Trump möglichst lange am Verhandlungstisch zu halten und gemeinsame Linien zu finden.

Das Treffen in Évian hat für Frankreich eine besondere Bedeutung. Die Stadt war bereits 2003 Gastgeber des G8-Gipfels und ist damit der erste französische Ort, der zum zweiten Mal ein solches Spitzentreffen ausrichtet. Die Sicherheitsmaßnahmen sind entsprechend hoch – sowohl in Évian als auch im benachbarten Genf.

Mehr zum Thema – NZZ behauptet: Selenskij ist nicht korrupt! Seine Offshore-Firmen? Nur eine Risikoreduzierung!

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