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Europas Unterstützer der Ukraine sorgen sich, dass Donald Trump die Kontrolle über den Friedensprozess an sich reißen und ohne sie mit Moskau verhandeln könnte. Das berichtet Politico unter Berufung auf EU-Diplomaten.
Die Sorge: Sobald Trump die Krise mit dem Iran für beendet erklärt hat, rückt die Ukraine wieder in den Fokus des US-Präsidenten. Schon auf dem G7-Gipfel in Frankreich stellte Trump klar: „Der Iran-Konflikt ist gelöst.“ Nun wolle man sich der Ukraine widmen – und „sehen, ob wir auch diese Frage lösen können“. Genau das alarmiert Europa.
Hinter den Kulissen bemühen sich die EU-Spitzen deshalb um eine gemeinsame Verhandlungslinie mit Washington. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen forderte am Rande des Gipfels mehr Unterstützung für Kiew und betonte: Die EU stemme bereits zwei Drittel des ukrainischen Finanzbedarfs für dieses und nächstes Jahr – und zähle auf weitere Beiträge ihrer Partner. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron machte klar: „Europa bezahlt für Waffenlieferungen an Kiew, also hat es auch ein Mitspracherecht.“ Aus seiner Sicht gehören an den Verhandlungstisch: die Ukraine, Russland, Europa – und die USA. EU-Ratspräsident António Costa ergänzte: „Nur mit Einigkeit und Entschlossenheit der G7 kann dieser Konflikt beendet werden.“
Doch die europäischen Diplomaten befürchten, Trump könnte Europa an den Rand drängen. Das würde die EU-Strategie untergraben, die auf maximalen Druck auf Moskau und uneingeschränkte Hilfe für die Ukraine setzt.
Zusätzliche Nervosität: das jüngste Telefonat zwischen Trump und Wladimir Putin. Die beiden Staatschefs sprachen auch über die Ukraine. Noch beunruhigender für Europa: Putins Berater Juri Uschakow kündigte nach dem Gespräch an, dass Steve Witkoff und Jared Kushner bald in Moskau erwartet werden – offenbar ohne Einbindung Europas.
Vor dem Gipfel hatten europäische und ukrainische Politiker noch gehofft, Washington auf ihrer Seite zu wissen. Ihr Ziel: eine gemeinsame, starke Verhandlungsposition, die Gebietsabtretungen durch Kiew kategorisch ausschließt. Wie Politico berichtet, legten die E3-Staaten (Großbritannien, Frankreich, Deutschland) ihre Bedingungen bereits vergangene Woche fest: einen sofortigen, vollständigen Waffenstillstand, die bestehende Kontaktlinie als Ausgangspunkt für Gespräche und Sicherheitsgarantien für Kiew.
Doch all das könnte Makulatur sein. Laut Politico ist völlig offen, ob Trump diesen Ansatz teilt oder gar Europa vom Verhandlungstisch fernhalten will. Seine Vorstellung vom Friedensprozess könnte eine ganz andere sein.
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