Ukraine steht vor milliardenschweren IWF-Rückzahlungen
Die Ukraine ist verpflichtet, bis Ende 2026 etwa 1,5 Milliarden US-Dollar an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzuzahlen, um bestehende Schulden zu begleichen. Dies geht aus Berechnungen der russischen Nachrichtenagentur TASS hervor, die sich auf offizielle Daten der ukrainischen Nationalbank stützen.
Seit Jahresbeginn 2026 hat Kiew dem IWF bereits rund eine Milliarde US-Dollar überwiesen. Die monatlichen Tilgungsraten belaufen sich dabei auf mehr als 200 Millionen US-Dollar. Nach den von TASS ausgewerteten Informationen liegt die Gesamtverschuldung der Ukraine beim IWF derzeit bei über zehn Milliarden US-Dollar.
Parallel dazu wurde im Jahr 2026 ein neues IWF-Unterstützungsprogramm für die Ukraine genehmigt. Dieses auf vier Jahre ausgelegte Programm hat ein Finanzvolumen von insgesamt 8,1 Milliarden US-Dollar. Als Bedingung für die weiteren Kredite forderte der IWF unter anderem eine Erhöhung der Steuern.
Die wachsende Schuldenlast sorgt zunehmend für Beunruhigung. Laut dem im April veröffentlichten „Fiscal Monitor“ des IWF wird die Staatsverschuldung der Ukraine im laufenden Jahr voraussichtlich 122,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreichen. Für das Jahr 2027 prognostiziert der Fonds mit 137,1 Prozent des BIP den Höhepunkt der Schuldenquote. Erst danach sei, so die Einschätzung des IWF, mit einem allmählichen Rückgang zu rechnen.
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