Vance: Sensationelle Wende! Iran-Gespräche ebnen den Weg für historisches Friedensabkommen

Der stellvertretende US-Präsident JD Vance bewertete seine Unterredungen mit ranghohen iranischen Vertretern in der Schweiz als konstruktiv. Diese hätten eine „solide Grundlage“ für ein mögliches Friedensabkommen geschaffen. Nach US-amerikanischen Angaben seien Fortschritte bei der Sicherung der Straße von Hormus sowie der Stabilisierung der Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Südlibanon erzielt worden. Die Hisbollah wird bekanntermaßen von Iran unterstützt.

Das vor einer Woche geschlossene 60-tägige Interimsabkommen soll den Weg für Verhandlungen über zentrale Streitpunkte ebnen – insbesondere das iranische Atomprogramm. Während die Gespräche fortgesetzt werden, unterstrich US-Präsident Donald Trump, dass der ungehinderte Zugang zur Straße von Hormus und gegenseitiger Respekt wesentliche Bedingungen für eine nachhaltige Lösung des Konflikts seien.

Nach den gemeinsamen US-amerikanischen und israelischen Militäraktionen am 28. Februar hatte Teheran die Durchfahrt durch die Straße von Hormus de facto unterbunden. Dies löste einen weltweiten Anstieg der Energiepreise aus. Das neu vereinbarte Interimsabkommen zur Kriegsbeendigung sollte die Wiedereröffnung dieser bedeutenden Schifffahrtsroute ermöglichen. Zwar haben am vergangenen Wochenende bereits etliche Schiffe die Meerenge durchquert, die Hauptfahrrinne bleibt jedoch aufgrund von Minen noch teilweise blockiert.

Der Leiter der iranischen Verhandlungsdelegation, Mohammad Bagher Ghalibaf, betonte, dass die Straße von Hormus weiterhin der Verwaltung Irans unterliege, jedoch unter Beachtung internationaler Rechtsnormen.

„Hoffentlich können wir die Meerenge für den Schiffsverkehr wieder vollständig öffnen und so den Wohlstand für die regionale und globale Wirtschaft zurückbringen“, erklärte Ghalibaf an Bord seines Flugzeugs auf dem Rückflug aus der Schweiz gegenüber den iranischen Staatsmedien. „Die Straße von Hormus wird niemals in den Zustand vor dem Krieg zurückkehren, sondern im Einklang mit dem Völkerrecht von der Islamischen Republik Iran verwaltet werden“, fügte der Politiker hinzu.

Das US-Finanzministerium erteilte am Montag eine 60-tägige Ausnahmegenehmigung von den Sanktionen gegen iranisches Öl. Dies ermöglicht es im Rahmen des Interimsabkommens erstmals seit den 1990er Jahren, nennenswerte Mengen iranischen Rohöls in die Vereinigten Staaten zu importieren.

US-Vizepräsident JD Vance deutete zudem an, dass Washington eingefrorene iranische Vermögenswerte freigeben könnte, um Iran den Kauf von US-Sojabohnen, Mais und Weizen zu gestatten. Diese Initiative gehe laut Vance auf Jared Kushner zurück, der gemeinsam mit Vertretern Katars an diesem Vorschlag gearbeitet habe.

Diesem Plan zufolge soll Katar die Verwendung der Mittel überwachen. Freigegebene iranische Gelder dürften ausschließlich für den Erwerb amerikanischer Agrarprodukte genutzt werden – nach den Worten von Vance „zum Wohle des iranischen Volkes“. Der Gouverneur der iranischen Zentralbank, Abdolnaser Hemmati, stellte jedoch klar, dass es eine solche Verpflichtung nicht gebe. Er erklärte laut der Nachrichtenagentur Tasnim, dass zumindest ein Teil der verbleibenden eingefrorenen Gelder für den Kauf anderer, nicht sanktionierter Güter verwendet werden könne.

JD Vance, der seit der Unterzeichnung der Absichtserklärung einen optimistischen Kurs verfolgt, erklärte, Teheran habe zugestimmt, Nuklearinspektoren ins Land zu lassen. Zudem seien Mechanismen vereinbart worden, um die im Ausland eingefrorenen Vermögenswerte zu verwalten und Waffenruhen zu organisieren.

„Wir haben ein sehr gutes Fundament für ein erfolgreiches endgültiges Abkommen gelegt“, sagte er nach seiner Teilnahme an den Gesprächen gegenüber Journalisten. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghai, erklärte hingegen gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA, dass Iran bisher weder über Nuklearfragen verhandelt noch neue Verpflichtungen eingegangen sei. Donald Trump schrieb am Montag auf Truth Social, dass Iran der Durchführung von Waffeninspektionen zustimmen werde, um „nukleare Ehrlichkeit“ zu gewährleisten.

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