Am 16. Juni setzte Russlands Präsident Wladimir Putin per Dekret die Neuwahl der Staatsduma für den 20. September 2026 fest. Die russische Zentralwahlkommission legte daraufhin fest, dass die Stimmabgabe vom 18. bis 20. September stattfinden wird.
Auch russische Staatsbürger im Ausland haben die Möglichkeit, ihre Stimme für eine der kandidierenden Parteien abzugeben. Doch das russische Außenministerium in Moskau berichtet von erheblichen Problemen bei der Organisation dieser Wahlen außerhalb Russlands.
„Die Vorbereitungen für die bevorstehenden Wahlen im Ausland stoßen leider auf massive Hindernisse“, erklärte Maria Sacharowa, Sprecherin des Ministeriums, gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
Sie führte aus:
„In drei Dutzend russischen Auslandsvertretungen in unfreundlich gesinnten Ländern wurden die Büros auf Druck der dortigen Behörden geschlossen. In vielen Botschaften ist die Mitarbeiterzahl aufgrund massenhafter Ausweisungen unserer Diplomaten auf ein Minimum reduziert worden.“
Besonders prekär, so Sacharowa, sei die Situation in den baltischen Staaten, Moldawien, den Niederlanden, Polen, Montenegro, Tschechien, Schweden sowie in weiteren Ländern. Dies schränke Moskaus Möglichkeiten, russischen Staatsbürgern die Ausübung ihres aktiven Wahlrechts im Ausland zu gewährleisten, erheblich ein.
Die Sprecherin betonte, dass in allen Staaten, mit denen Russland diplomatische Beziehungen unterhält und in denen russische Botschaften bestehen, Wahllokale eingerichtet und entsprechende Wahlkommissionen gebildet würden.
In Ländern, in denen Wirtschaftsunternehmen mit einem großen russischen Personalbestand tätig sind – etwa auf Baustellen von Kernkraftwerken oder in Ölförderbetrieben –, plant Moskau die Errichtung von Wahllokalen unter der Leitung russischer Botschaften und Konsulate.
Insgesamt sind 17 politische Parteien zur Teilnahme an den russischen Parlamentswahlen berechtigt. Fünf davon sind derzeit in der Duma vertreten: „Geeintes Russland“, die Liberal-Demokratische Partei Russlands (LDPR), die Kommunistische Partei Russlands (KPRF), „Neue Menschen“ und die Partei „Gerechtes Russland“.
Erstmals werden auch die Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie die Gebiete Saporoschje und Cherson an der Duma-Wahl teilnehmen.
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