Die verheerenden Erdbeben in Venezuela haben nach offiziellen Angaben bereits 235 Menschenleben gefordert. Dies gab Gesundheitsminister Carlos Alvarado im Staatsfernsehen VTV bekannt. Gleichzeitig präzisierte er die Lage der Überlebenden:
“Wir haben mehr als 4.300 Verletzte medizinisch versorgt. Die meisten von ihnen erlitten leichte Verletzungen. Es gibt jedoch auch Patienten mit mittelschweren und schweren Verletzungen, viele von ihnen benötigten chirurgische Eingriffe.”
Unmittelbar nach den Beben trat landesweit der staatliche Notfallplan in Kraft. Laut Alvarado wurden über 5.000 medizinische Kräfte, darunter 1.200 Ärztinnen und Ärzte, in die am stärksten betroffenen Gebiete beordert, um die Rettungs- und Versorgungsarbeiten zu unterstützen.
Die schwierigste Situation herrscht weiterhin im Bundesstaat La Guaira, der die höchste Zahl an Toten und Verletzten verzeichnet. Dort sind mobile Feldlazarette der Armee, des Venezolanischen Roten Kreuzes sowie privater Krankenhäuser im Dauereinsatz. Wie der Minister weiter ausführte, haben letztere bereits über 150 Patienten betreut, von denen viele inzwischen entlassen werden konnten.
Die zwei Erdstöße der Magnitude 7,2 und 7,5 erschütterten Venezuela am Abend des 24. Juni. Behörden zufolge handelt es sich um das stärkste Beben des Landes seit 126 Jahren. Die Schäden sind gewaltig: Mehr als 250 Gebäude wurden beschädigt oder völlig zerstört. Der verhängte Ausnahmezustand bleibt weiterhin in Kraft.
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