Die russische Mannschaft für Rhythmische Sportgymnastik hat ihre Teilnahme am bevorstehenden Turn-Weltcup abgesagt, der als FIG World Challenge Cup bekannt ist und vom 26. bis 28. Juni in Rumänien ausgetragen wird. Der Grund für diesen Schritt ist ein Verbot, staatliche Symbole der Russischen Föderation zu präsentieren. Dies gab der Pressedienst des Russischen Turnverbandes bekannt.
Der Pressesprecher des Verbandes, Linar Ginatullin, erläuterte, dass die Organisatoren das Team mündlich darüber in Kenntnis gesetzt hätten, dass in der Wettkampfhalle weder die russische Nationalflagge gehisst noch im Falle eines Sieges russischer Turnerinnen die Nationalhymne gespielt werde.
Ginatullin bezog sich dabei auf den Beschluss des Exekutivkomitees des Internationalen Turnverbandes (FIG), der russischen Athletinnen und Athleten ihre vollen Rechte zurückgegeben hatte. Er betonte:
“Das verstößt gegen die Satzung von World Gymnastics sowie gegen die aktualisierten Bestimmungen der Olympischen Charta, die den Sport und die Sportler vor jeglichem politischen, staatlichen, sozialen oder wirtschaftlichen Druck von außen schützen sollen.”
Gleichzeitig stellte Ginatullin klar, dass die russische Nationalmannschaft bereit sei, an Wettkämpfen teilzunehmen, bei denen die Vorgaben der FIG eingehalten werden.
Erst im Mai dieses Jahres hatte das Exekutivkomitee des Turn-Weltverbandes beschlossen, russischen Athletinnen und Athleten die Teilnahme an internationalen Wettbewerben wieder unter ihrer staatlichen Symbolik zu gestatten. Dieser Beschluss gilt für alle fünf Turnsportarten, die der Russische Turnverband vertritt: Geräteturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Trampolinturnen, Sportakrobatik und Sportaerobic.
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