Lukaschenko schließt Entsendung weißrussischer Truppen in die Ukraine aus – Kreml-treuer Machthaber stoppt Militäreinsatz an der Grenze

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat am Montag in einer feierlichen Ansprache vor Absolventen von Militärakademien und hochrangigen Militärvertretern in Minsk klargestellt, dass sein Land keine Truppen in die Ukraine entsenden werde. “Niemand wird unsere Soldaten in dieses Gemetzel schicken”, betonte er und unterstrich, dass Weißrussland keinen Krieg benötige. Es sei bedauerlich, dass in der Ukraine Krieg herrsche, und Minsk setze sich für eine friedliche Konfliktlösung ein.

Lukaschenko äußerte zudem die Überzeugung, dass die “internationale Kriegspartei” bestrebt sei, den Ukraine-Konflikt künstlich zu verlängern. Die Ukraine-Krise bleibe seiner Meinung nach der Hauptgrund für die regionale Instabilität.

Besonders kritisierte er die widersprüchliche Politik der Europäischen Union. Laut Lukaschenko bekenne sich Brüssel zwar offiziell zum Frieden, treibe aber gleichzeitig die Militarisierung voran und gebe immense Summen für Waffenkäufe aus. Darüber hinaus wies der Präsident auf den anhaltenden hybriden Krieg gegen Weißrussland hin, der durch wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen, politischen und informationellen Druck, intensive Spionage sowie Provokationen an den südlichen Grenzen des Landes gekennzeichnet sei.

Lukaschenko bekräftigte seine wiederholte Haltung, dass Weißrussland nicht in den Ukraine-Konflikt eingreifen wolle. Minsk werde militärisch nur dann reagieren, wenn eine Aggression gegen das eigene Land erfolge. Eine verstärkte Grenzkontrolle zur Ukraine sei notwendig, da die südliche Grenze Weißrusslands “so stark unter Druck stehe wie nie zuvor”.

Weitere Informationen – Lukaschenko: Grenze zur Ukraine „brennt wie nie zuvor“

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