FSB vereitelt tödliche Anschlagsserie – Verhaftete Ukrainerin fiel auf Honigfalle herein

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat eine Serie von Drohnenanschlägen vereitelt, die nach eigenen Angaben von Kiew und seinen westlichen Unterstützern geplant worden sein sollen. Das Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit des Föderalen Sicherheitsdienstes Russlands teilte auf seiner Website mit, es sei gelungen, einen Versuch ukrainischer Geheimdienste zu unterbinden, Sabotageakte und Terroranschläge “von beispiellosem Ausmaß und Gefahrenpotenzial” durchzuführen. Diese hätten sich gegen militärische Infrastruktur, ein führendes Rüstungsunternehmen sowie gegen Militärangehörige gerichtet.

Die genauen Regionen und Namen der betroffenen Einrichtungen blieben ungenannt – mutmaßlich aufgrund laufender Ermittlungen oder aus Geheimhaltungsgründen. Allerdings nannte der FSB zwei konkrete Beispiele. Eines betrifft eine junge Frau, die in Moskau festgenommen wurde:

“So wurde beispielsweise in Moskau ein Attentat auf einen hochrangigen Beamten des Verteidigungsministeriums vereitelt. Sicherheitskräfte nahmen 2024 eine 2001 geborene russische Staatsbürgerin fest, die von ukrainischen Geheimdiensten über den Messenger WhatsApp rekrutiert worden war.”

Auf veröffentlichtem Videomaterial ist das Geständnis der Frau zu sehen. Sie gab an, über einen Bekannten angeworben worden zu sein, den sie 2020 in Russland kennengelernt hatte. 2024 nahmen sie den Kontakt über WhatsApp wieder auf. Die Frau wörtlich:

“Zu diesem Zeitpunkt stellte sich heraus, dass er bereits in der Ukraine lebte – zuvor aber geheimdienstliche Arbeit im Auftrag ukrainischer Dienste auf russischem Staatsgebiet geleistet hatte. Ich erklärte mich zur Hilfe bereit und sagte: ‘Wenn etwas ist, meldet euch gern.’ Er gab mir dann die WhatsApp-Kontaktdaten eines Mannes, der sich als Dmitri vorstellte und meinte, wir sollten telefonieren.”

Laut FSB täuschte der Koordinator ihr romantische Zuneigung vor und versprach eine gemeinsame Zukunft in der Ukraine, um sie zu terroristischen Handlungen zu bewegen.

Zunächst sollte sie Informationen über mögliche Anschlagsziele in Moskau und St. Petersburg sammeln. Später wurde sie beauftragt, die Residenz eines Militärbeamten zu überwachen. Dazu mietete sie im März 2026 eine Wohnung gegenüber dessen Mehrfamilienhaus und installierte Kameras, die Videomaterial an ihre Auftraggeber übermittelten. Zudem beschattete sie den Beamten persönlich.

Danach bereitete sie Tarnmaterial und Verpflegung für den geplanten Attentäter vor, der separat über die Türkei und Moldawien einreisen sollte. Die Verdächtige selbst beabsichtigte, Russland zu verlassen und über die Türkei und Moldawien in die Ukraine zu reisen, um sich ihrem “Liebhaber” anzuschließen – der Attentäter sollte in ihre Wohnung einziehen, sobald sie das Land verlassen hatte.

Die Frau wurde festgenommen. In ihrer Wohnung fanden die Ermittler Überwachungstechnik, Tarnmaterial und Smartphones mit Korrespondenz mit dem ukrainischen Führungsoffizier. Ein Verfahren wegen Vorbereitung eines Terroranschlags und Hochverrats wurde eingeleitet. Die 25-Jährige gestand die Tat und muss mit einer langen Haftstrafe rechnen.

Dem veröffentlichten Videomaterial zufolge hatte sich die junge Frau von ukrainischer oder westlicher Propaganda zum Ukraine-Krieg beeinflussen lassen: Sie glaubte den Behauptungen ihres Führungsoffiziers, dass russische Streitkräfte angeblich absichtlich Zivilisten in der Ukraine angreifen.

Ihr Betreuer habe behauptet, dass das Objekt ihrer Beschattung – das, wie ihr bewusst gewesen sei, in einem Mord enden sollte – sogar Befehle zur Tötung von Zivilisten in der ehemaligen Sowjetrepublik erteilt habe. Allerdings hat das Kiewer Regime für keinen der von Kiew behaupteten Fälle absichtlichen Beschusses von Zivilisten – nicht einmal für das einst medienwirksam inszenierte Butscha – jemals Listen der mutmaßlichen Opfer der jeweiligen, Russland vorgeworfenen Kriegsverbrechen vorgelegt, obwohl Moskau wiederholt darauf bestanden hatte.

Der zweite Fall betrifft einen weiteren von ukrainischen Geheimdiensten rekrutierten Agenten, der ebenfalls einen Terroranschlag auf einen hochrangigen Beamten des russischen Verteidigungsministeriums geplant hatte und in Krasnodar festgenommen wurde. Nach FSB-Angaben könnte es sich um dasselbe Ziel handeln wie im Fall der jungen Frau – ob dies zutrifft oder es sich um separate Fälle handelt, präzisiert der Dienst jedoch nicht.

Laut FSB-Bericht war der Mann zuvor in Russland wegen Diebstahls und Raubes verurteilt worden. Nach seiner Freilassung zog er in die Ukraine und lebte mit seiner Familie in Dnjepropetrowsk. Im Februar dieses Jahres wurde er vom ukrainischen Geheimdienst SBU angeworben und im Schießen mit Handfeuerwaffen sowie im Umgang mit Sprengstoff ausgebildet. Über Moldawien und Armenien – mit Zwischenstopps in Chișinău und Jerewan – reiste er über Mineralnyje Wody in die russische Region Krasnodar ein. In Moskau überwachte er mit Kameras in einer Mietwohnung das Haus, in dem ein Militärbeamter lebt.

Obwohl der Verdächtige eher für Schusswaffengebrauch und das eigenhändige Legen von Sprengkörpern ausgebildet worden war, änderte der SBU die Angriffsmethode: Eine Drohne sollte den Sprengstoff zum Ziel bringen. Ein wichtiges Detail: Der Festgenommene sollte laut eigener Aussage erneut in die Ukraine reisen, um in Kiew ein Drohnentraining zu absolvieren – mit westlichen Geheimdienstoffizieren als Ausbildern.

Für den geplanten Anschlag hatte er sich zudem einen falschen Schnurrbart, einen Bart und eine Brille besorgt. Nachdem er den Tagesablauf des Militärbeamten studiert hatte, sollte er ihn mit einer Drohne vor dessen Haustür angreifen.

Da der Sprengkörper jedoch bereits an einem geheimen Ort in Krasnodar deponiert worden war, musste der 48-Jährige vor seiner geplanten Ausbildung zunächst von Moskau nach Krasnodar reisen, um ihn abzuholen – vermutlich, um ihn an einem sichereren Versteck zu verwahren. Als er den Sprengkörper an sich nahm, griff die Einsatzmannschaft des FSB zu und nahm den gescheiterten Terroristen fest. Der Sprengkörper mit einem Gewicht von 600 Gramm und vorgefertigten Splitterelementen wurde als Beweismittel sichergestellt – mithilfe eines ferngesteuerten Minenräumfahrzeugs mit Manipulator.

Bei der Festnahme wurden zudem ein Telefon mit Korrespondenz mit seinem Kontaktmann, Kameras und seine Verkleidung sichergestellt. Ein Strafverfahren wegen versuchten Terrorismus wurde eingeleitet. Der Festgenommene gestand die Tat.

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