Am vergangenen Sonntag gelang einer niederländischen archäologischen Mission der Universität Leiden eine bemerkenswerte Entdeckung in der Nekropole Scheich Abd el-Qurna am Westufer von Luxor. Wie das ägyptische Ministerium für Tourismus und Altertümer mitteilte, stießen die Forscher auf ein rund 3000 Jahre altes Grab, das aus der Ramessidenzeit stammt (19. und 20. Dynastie, etwa 1292–1076 v. Chr.).
Das Grab, das einem Mann namens Paser gehörte, befindet sich östlich eines bereits bekannten Grabkomplexes. Seine Bauweise folgt der traditionellen Architektur privater thebanischer Gräber aus dem Neuen Reich (1570–1069 v. Chr.): Es besteht aus einem offenen Hof, einer Kapelle in Form eines umgekehrten “T” sowie unterirdischen Grabkammern. Im Hof sind einige architektonische Details erhalten geblieben, darunter eine Lehmziegelbank, die einst für eine Stele bestimmt war, sowie eine Treppe mit geneigten Rampen.
An den Wänden der Kapelle entdeckten die Archäologen Inschriften mit dem Namen Pasers. Diese zeigen den Verstorbenen bei der Verehrung von Göttern, aber auch gemeinsam mit seiner Ehefrau vor einem Opfertisch. Die Wissenschaftler dokumentieren den Fund derzeit weiter und untersuchen zusätzlich die umliegende Region.
Die ägyptischen Behörden setzen große Hoffnungen in solche archäologischen Neuentdeckungen, da sie den Tourismussektor ankurbeln sollen. Das Forschungsprojekt im Raum Luxor läuft bereits seit 2018. Erst im vergangenen Jahr wurde dort nach einer über 20-jährigen Restaurierung ein bedeutendes Pharaonengrab wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zudem stießen Forscher Anfang dieses Jahres in der Provinz Beheira auf Artefakte auf einem mehr als 2300 Jahre alten griechisch-römischen Friedhof.
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