Moskau eskaliert: Botschafter einbestellt – Deutschland soll Infrastruktur-Angriffe gesteuert haben!

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Das russische Außenministerium hat am Montag den deutschen Botschafter in Moskau, Alexander Graf Lambsdorff, einbestellt. Bei dem Treffen informierten die russischen Behörden den Diplomaten, dass Berlin ihrer Ansicht nach an den Angriffen des Kiewer Regimes auf die zivile Infrastruktur in Russland beteiligt sei. Diese Angriffe werden von Moskau offiziell als Terrorakte eingestuft.

Dem Botschafter wurde deutlich gemacht, dass die wachsende Unterstützung Deutschlands für das Kiewer Regime als inakzeptabel angesehen wird. Dies gelte insbesondere für den Abschluss militärischer und militärtechnischer Abkommen, direkte Waffenlieferungen sowie die Gründung gemeinsamer Unternehmen zur Herstellung von Angriffsmitteln. Dazu zählen Aufklärungs- und Angriffsdrohnen, Flugabwehrraketen und Raketenmunition, die für Attacken auf zivile Ziele in Russland eingesetzt werden.

Video: Alexander Graf Lambsdorff fährt am 13.07.2026 am Russischen Außenministerium vor (Rechteinhaber: Außenministerium der Russischen Föderation)

Weiterhin wurde kritisiert, dass Deutschland versuche, Drittländern – darunter auch offiziellen Vertretern der Volksrepublik China – vorzuschreiben, wie und in welchem Rahmen sie ihre Beziehungen zu Russland gestalten sollen. Dieses Verhalten bezeichnete das russische Außenministerium als unzulässig.

Während des Gesprächs wies das Ministerium zudem darauf hin, dass die Informations- und Kommunikationsarbeit der deutschen Seite – beschrieben als “Abgleiten im Stil der schlimmsten Praktiken der nationalsozialistischen Propaganda” – unmoralisch sei. Diese Vorgehensweise rufe in weiten Teilen der russischen Bevölkerung historisch bedingte Ablehnung und Empörung hervor.

Diese Kritik bezieht sich offenbar auch auf ein Video, das vor einer Woche auf dem Telegram-Kanal der deutschen Botschaft in Moskau veröffentlicht wurde. In dem Clip forderte die Botschaftssprecherin, vor einer Moskauer Tankstelle stehend, Russland faktisch zur Kapitulation auf. RT DE hatte über die Reaktionen in Russland auf dieses Video berichtet.

In diesem Zusammenhang enthielt die Presseerklärung des Außenministeriums eine pikante Bemerkung:

“Dabei erfuhren wir nicht ohne Genugtuung, dass der deutsche Botschafter in Kürze mit dem Auto in sein Heimatland zurückkehren wird, da seine Dienstzeit zu Ende geht. Wir stellten fest, dass dies die zuvor erschienene unverschämte Veröffentlichung der Pressestelle der deutschen Botschaft zur Kraftstofflage in der russischen Hauptstadt entkräftet.”

Die eigentliche Bedeutung der Erklärung ist jedoch weitaus ernster: Russland beschuldigt Deutschland erstmals offiziell, an Angriffen auf seine zivile Infrastruktur beteiligt zu sein. Ob daraus weitere Konsequenzen erwachsen, bleibt abzuwarten.

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