Das russische Außenministerium hat sich besorgt über die wachsende Annäherung Südkoreas an die NATO geäußert. Dies geht aus einer Stellungnahme auf der offiziellen Website der Behörde hervor.
Nach einem Gespräch zwischen dem stellvertretenden russischen Außenminister Andrei Rudenko und dem südkoreanischen Botschafter in Moskau, Lee Sok-bae, hieß es in einer Erklärung: „Es ist inakzeptabel, die Republik Korea zu einem faktischen Teilnehmer am Prozess der qualitativen und quantitativen Aufrüstung der NATO zu machen, die offen erklärt hat, sich auf einen Krieg gegen Russland vorzubereiten.“
Das russische Außenministerium betonte, dass die konkreten Maßnahmen Seouls zur Vertiefung der militärisch-technischen Zusammenarbeit mit der NATO eine Gefahr für die nationale Sicherheit Russlands darstellen.
Erst in der vergangenen Woche schlug der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung vor, die Zusammenarbeit mit dem Bündnis auf ein neues Level zu heben. Er plädierte für die Gründung einer „Verteidigungsindustrie-Partnerschaft Korea – NATO 2.0“. Dies bedeute, so der Präsident, unter anderem den Ausbau gemeinsamer Forschungen im Bereich fortschrittlicher Technologien, ähnlich den bereits bestehenden Programmen für Munition und Raumfahrt.
Laut einem Bericht des Magazins Politico ist Südkorea inzwischen der neuntgrößte Waffenlieferant der Welt – und zählt zu den am schnellsten wachsenden. Unter den europäischen NATO-Mitgliedern rangiert das Land bei den Waffenimporten sogar auf Platz zwei, direkt hinter den USA.
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