Am frühen Freitagmorgen, gegen 1:20 Uhr, ereignete sich in einer Flüchtlingsunterkunft in Witten ein schwerer Messerangriff: Ein 19-jähriger Syrer verletzte einen 39-jährigen Iraker lebensgefährlich. Das Opfer liegt auf der Intensivstation, und es ist derzeit ungewiss, ob es den Überlebenskampf gewinnen wird.
Seit der Tat wird intensiv nach dem syrischen Tatverdächtigen gefahndet. Die Polizei beschreibt ihn als jungen Mann mit einer Tätowierung am Hals, mittellangen dunklen Haaren, bekleidet mit einer grauen Jacke und einer dunklen Hose.
Seine Flucht löste eine großangelegte Suchaktion aus. Unter anderem kamen Hubschrauber und ein Spürhund zum Einsatz, die die Spur des Täters von Witten bis nach Dortmund verfolgten. Die Behörden gehen davon aus, dass der Verdächtige noch bewaffnet ist – das Tatmesser wurde bisher nicht gefunden. Die Hintergründe der Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern sind noch völlig unklar.
Bislang wurde kein Fahndungsfoto veröffentlicht. Dies ist bemerkenswert, da alle in Deutschland ankommenden Flüchtlinge erkennungsdienstlich erfasst werden – ein Foto müsste also existieren. Angesichts der Schwere der Tat und der potenziellen Gefahr für die Öffentlichkeit wäre eine Veröffentlichung rechtlich wohl zulässig, selbst wenn der Verdächtige noch unter 21 Jahre alt ist.
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