Jens Spahn wirft das Handtuch! Rücktritt mit sofortiger Wirkung

Der Fraktionsvorsitzende der Union, Jens Spahn, hat seinen Rücktritt angekündigt. Das berichtet die Bild- Zeitung. Bereits zuvor hatte das Blatt unter Berufung auf Kreise der CDU gemeldet, dass der ehemalige Gesundheitsminister Spahn das Vertrauen von Bundeskanzler Friedrich Merz verloren habe.

Spahn war in die Schlagzeilen geraten, nachdem öffentlich bekannt wurde, dass er und sein Ehemann mithilfe einer Leihmutter in den USA ein Baby bekommen hatten. Sowohl Vertreter der Kirchen als auch Parteikollegen übten daraufhin scharfe Kritik an Spahn.

In einem Schreiben an die Unionsfraktion erklärte Spahn nun seinen Rücktritt. Zuvor hatte er die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, über diesen Schritt unterrichtet.

Als Grund für seine Entscheidung, den Posten an der Fraktionsspitze aufzugeben, nannte Jens Spahn die anhaltenden Diskussionen über die Art und Weise, wie er und sein Partner zu ihrem Sohn gekommen waren. Ihm sei klar geworden, dass sein Familienglück nicht mit seinem politischen Amt vereinbar sei, so Spahn. Die Balance zwischen seiner privaten Entscheidung für eine Leihmutterschaft und den verständlichen Erwartungen an ihn als Politiker sei größer ausgefallen, als er angenommen habe.

Spahn bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen sowie die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Fraktionsvorstand und dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Miersch.

Vor wenigen Tagen hatte Spahns Ehemann der Presse mitgeteilt, dass das Paar in den USA eine Leihmutter damit beauftragt hatte, ihnen ein Kind zu gebären. In den USA ist diese Vorgehensweise rechtlich erlaubt, während sie in Deutschland verboten ist. In den letzten Jahren hatte Spahn sich als Kritiker kommerzieller Leihmutterschaft positioniert, was ihm nun vorgeworfen wurde.

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