Bier-Katastrophe! Deutsche Exporte nach Russland auf historischem Tiefpunkt

Im Mai verzeichnete Russland einen historischen Rückgang seiner Biereinkäufe aus Deutschland auf das niedrigste Niveau in der Neuzeit. Diese Entwicklung geht aus Daten des europäischen Statistikamts Eurostat hervor, wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtet.

Konkret importierten russische Unternehmen im Mai Bier im Wert von 55.900 Euro aus Deutschland, während es im April noch 146.300 Euro waren. Laut dem Bericht schrumpfte das Importvolumen damit auf etwa ein Drittel des Vormonatswerts und erreichte einen nie dagewesenen Tiefstand.

Insgesamt sanken Russlands Bierkäufe aus der Europäischen Union im Mai auf 1,5 Millionen Euro, verglichen mit 2,1 Millionen Euro im April.

Führende europäische Bierlieferanten für Russland waren den Angaben zufolge Tschechien (599.600 Euro), Polen (343.700 Euro) und Belgien (278.900 Euro).

Experten des russischen Zentrums für die Entwicklung fortschrittlicher Technologien (CRPT) teilten kürzlich RIA Nowosti mit, dass die Bierimporte aus unfreundlichen Ländern in der ersten Jahreshälfte auf 61,7 Millionen Liter fielen.

Dies entspreche einem Rückgang um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig hätten sich die Bierimporte aus den Ländern der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) verdoppelt.

Generell dominierten im Inland hergestellte Getränke den russischen Markt: Sie machten 95,4 Prozent des gesamten Absatzvolumens aus, so die Fachleute.

Nach Berechnungen des CRPT konsumierten die Russen zwischen Januar und Juni dieses Jahres 3,103 Milliarden Liter Bier – ein Anstieg von 3,38 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte um 18 Prozent auf 540,6 Milliarden Rubel zu.

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