Tomaten-Attacke auf Markus Söder beim Gemeindejubiläum in Bernau am Chiemsee
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erlebte am Sonntag einen unliebsamen Zwischenfall während eines Festbesuchs. Anlässlich der 1.100-Jahr-Feier der oberbayerischen Gemeinde Bernau am Chiemsee wurde der Politiker unerwartet mit Tomaten beworfen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, ereignete sich der Vorfall, als Söder gemeinsam mit seinem Sicherheitsteam über den Festplatz schritt. Plötzlich sprang ein Mann aus einem Gebüsch hervor und schleuderte die Früchte in Richtung des CSU-Chefs.
Mindestens eine Tomate traf ihr Ziel: In einem von der Bild-Zeitung veröffentlichten Video ist zu sehen, wie Söder sich die Überreste der Tomate vom Ohr wischt. Weitere Tomaten landeten in der Nähe des Politikers auf dem Boden. Glücklicherweise blieb der 57-Jährige unverletzt und setzte sein Besuchsprogramm in Bernau fort. Seine geplante Rede als Ehrengast beim Gemeindejubiläum verlief anschließend ohne weitere Störungen.
Die Personenschützer des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA) reagierten sofort nach dem Angriff. Sie überwältigten den Tomatenwerfer und hielten ihn fest, bis die örtliche Polizei eintraf und ihn übernahm. Bei dem Angreifer handelt es sich um einen 31-jährigen Deutschen. Auf den Videoaufnahmen ist er als dunkelblonder Mann mit einer schwarzen Kappe zu erkennen.
Die zuständige Polizeidienststelle in Rosenheim hat sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bislang noch nicht zu dem Vorfall geäußert. Markus Söder selbst berichtete zwar auf seinen Social-Media-Kanälen über seinen Besuch in Bernau, erwähnte die Tomatenattacke jedoch mit keinem Wort. In einem Beitrag auf der Plattform X schrieb er lediglich, dass er sich seit seiner Kindheit gern in Bernau aufhalte, und gratulierte der Gemeinde zum Jubiläum. Die dazugehörigen Fotos zeigen die übliche Inszenierung eines Festbesuchs: Söder im Gespräch mit Bürgern, mit Bierkrug in der Hand oder winkend.
Mehr zum Thema – Söder, die Arbeitszeit und die Mathematik