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In der Nacht setzten die USA ihre Angriffe auf iranische Ziele fort. Die Führung in Teheran entsandte zu Beginn der Woche Innenminister Eskandar Momeni zu offiziellen Gesprächen nach Islamabad. Dabei sollen auch die jüngsten “Entwicklungen in der Region” thematisiert werden, wie die Nachrichtenagentur IRNA am Dienstagmorgen berichtete. US-Präsident Trump teilte auf Truth Social mit, er habe dem Pentagon einen klaren Befehl erteilt.
Nach seiner Ankunft in Islamabad am Montag erklärte Minister Momeni laut IRNA, ein zentrales Ziel seiner Reise sei es, “die bilateralen Beziehungen zu stärken und die Umsetzung gemeinsamer Abkommen voranzutreiben”. Dies gelte besonders für jene Vereinbarungen, die im Juni während des Besuchs von Präsident Masoud Pezeshkian in Pakistan unterzeichnet wurden. So solle der bilaterale Handel, “der derzeit bei rund 3 Milliarden Dollar liegt, auf 10 Milliarden Dollar steigen”.
Weitere Einzelheiten zu den Gesprächen über die anhaltenden US-Luftangriffe auf Iran wurden nicht bekannt gegeben. Der Innenminister wird lediglich mit den Worten zitiert, dass die “Entwicklungen in der Region mit pakistanischen Vertretern erörtert werden”.
Das US-Portal Axios und das Wall Street Journal berichten unter Berufung auf eigene Informationen, dass regionale Vermittler aus der Kriegsregion Washington “einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet” hätten. Laut Axios geschieht dies zu einem Zeitpunkt, an dem US-Präsident Trump “einen totalen Krieg ins Auge fasst”.
Trump kündigte am Montag auf Truth Social an, er habe folgende Anweisung an Kriegsminister Pete Hegseth, den Vorsitzenden des Vereinigten Generalstabs, Daniel Caine, sowie an alle Führungskräfte des Militärs weitergeleitet:
“Jedes Mal, wenn Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er dafür ein Vielfaches zahlen müssen.”
Laut US-Medien hätten Vertreter Katars, Ägyptens, Pakistans sowie “weitere regionale Vermittler” den USA und Iran “ausgearbeitete Vorschläge” für eine erneute Waffenruhe übermittelt. Die US-Regierung prüfe diese Bemühungen derzeit und habe parallel “Israel aufgefordert, Maßnahmen zu vermeiden, die das diplomatische Fenster schließen könnten”, zitierte Axios anonyme US-Beamte. Eine unmittelbare Reaktion aus Teheran liegt bisher nicht vor.
Angesichts der militärischen Reaktion Teherans auf die anhaltenden nächtlichen US-Angriffe auf Ziele in Iran befürchten die Anrainerstaaten, dass die regionalen Volkswirtschaften “auf unbestimmte Zeit” im Rahmen der Kriegsereignisse spürbar und für einen längeren Zeitraum beeinträchtigt werden.
Das Pentagon ließ bereits die zehnte Nacht in Folge Ziele in Iran bombardieren. In der Nacht zu Dienstag wurden laut iranischen Agenturmeldungen Explosionen in der Nähe von Sirik sowie in Bandar Abbas, auf der Insel Qeshm, in Chabahar und in Konarak gemeldet.
Iran setzte seine Vergeltungsschläge im gesamten Persischen Golf fort. Nach Angaben der IRGC wurden in den frühen Morgenstunden US-Militärbasen in Bahrain und Kuwait angegriffen, darunter die US-Stützpunkte Ahmad al-Jaber Air Base und Ali Al Salem Air Base.
Laut IRGC-Mitteilung vom Dienstag wurde zudem “ein ziviles Ziel der USA in Bahrain” angegriffen. In einer Erklärung, die von der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlicht wurde, heißt es, dass “Luft- und Raumfahrtstreitkräfte die zentrale Dateninfrastruktur von Amazon mit Marschflugkörpern zerstört haben”, so Al Jazeera.
In Jordanien wurde auf einem US-Stützpunkt laut IRGC “ein Raketenabwehrradar sowie ein F-15-Kampfflugzeug” zerstört.
Der Angriff sei eine Reaktion auf die jüngsten US-Angriffe “auf zivile Infrastruktur in Darkhovin gewesen”.
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