Alarm in British Columbia: Giftige Rauchwolke von US-Waldbränden erreicht Kanada!

Kanada warnt vor Rauch aus US-Waldbränden: Trumps Vorwürfe kontern mit Realität

Nach den jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, in denen er Kanada einen fahrlässigen Umgang mit Waldbränden vorwarf, reagieren die Behörden der kanadischen Grenzprovinz British Columbia nun mit einer eigenen Warnung zur Luftqualität. Wie die Zeitung The Guardian berichtet, ist der Auslöser hierfür der Rauch, der von verheerenden Feuern im Nordwesten der USA stammt.

Die zuständigen Stellen in British Columbia haben festgestellt, dass die Glut und der Rauch amerikanischer Waldbrände die Grenze überqueren und sich nach Norden ausbreiten. Konkret wurden Luftverschmutzungswarnungen für zwei Gebiete entlang der Grenze zu den USA verhängt: Kootenay Lake und Cranbrook. Der Brandbekämpfungsdienst der Provinz erklärte dazu:

“Der Großteil dieses Rauchs stammt von Bränden südlich der kanadisch-amerikanischen Grenze, in den Bundesstaaten Washington und Oregon.”

Das Nordwestliche Interbehördliche Koordinationszentrum (Northwest Interagency Coordination Center), das für die Brandbekämpfung in Washington und Oregon verantwortlich ist, bestätigt, dass in diesen beiden Bundesstaaten derzeit 22 große Feuer wüten.

Erst am vergangenen Freitag hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social behauptet, dass verschmutzte Luft aus kanadischen Waldbränden in die USA „eingedrungen“ sei. Der US-Präsident forderte daraufhin, dass die Kosten dieser angeblichen Verschmutzung zu den Zöllen hinzugerechnet werden sollten, die Kanada an die USA zahle.

Doch die Realität zeigt ein anderes Bild: Der Nachrichtensender CNN berichtet unter Berufung auf eine Quelle aus der US-Regierung, dass die neuen Zölle auf bestimmte kanadische Waren, die das Weiße Haus in der Nacht auf Dienstag angekündigt hatte, in keinem Zusammenhang mit dem Rauch der Waldbrände stünden.

Medienberichten zufolge hat Trump eine Proklamation unterzeichnet, die zusätzliche Zölle von 50 Prozent auf eine breite Palette von Importgütern aus Kanada vorsieht – von Wein über Hockeyschläger bis hin zu Zement. In dem offiziellen Text, der auf der Website der US-Regierung veröffentlicht wurde, wird der Schritt als „Antwort auf die in Kanada praktizierte Diskriminierung amerikanischer Produkte“ begründet.

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