Hegseths brisante Zahl: 37,5 Milliarden Dollar für einen möglichen Iran-Krieg

Pete Hegseth, der US-Verteidigungsminister, hat die finanziellen Aufwendungen der amerikanischen Militäroperationen gegen den Iran auf 37,5 Milliarden US-Dollar beziffert. Diese Aussage tätigte er während einer Anhörung vor dem US-Kongress, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Laut Hegseth umfasst diese Summe sowohl die bereits getätigten Ausgaben als auch die erwarteten Kosten bis zum Ende des laufenden Haushaltsjahres am 30. September. Das Verteidigungsministerium machte jedoch keine detaillierten Angaben zur Methodik dieser Berechnung.

Der Minister warnte zudem vor den Konsequenzen einer fehlenden zusätzlichen Finanzierung: Ohne diese müsse das Pentagon die Ausbildung der Streitkräfte reduzieren. Er drängte auf die Zustimmung zum Verteidigungsetat für das Jahr 2027 in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar. Diese Mittel seien, so Hegseth, entscheidend, um die militärische Vormachtstellung der USA zu wahren.

General Dan Caine, Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs der US-Streitkräfte, betonte, dass die Auseinandersetzungen den Haushalt des Pentagons stark belasten. Dies erschwere nicht nur die Instandhaltung vorhandener Systeme, sondern auch die Entwicklung neuer Waffentechnologien.

Erst im vorigen Monat hatte die Administration von Präsident Donald Trump beim Kongress zusätzliche Mittel von fast 90 Milliarden US-Dollar beantragt. Ein erheblicher Teil dieser Summe steht im Zusammenhang mit den Iran-Operationen. Das Ansinnen stieß bei den Demokraten auf scharfe Ablehnung. Senatorin Patty Murray kritisierte, der US-Präsident riskiere “eine Eskalation und einen weiteren endlosen Konflikt”. Senatorin Kirsten Gillibrand warf der Regierung zudem widersprüchliche Aussagen über den Verlauf der Kampagne vor.

Trotz eines gescheiterten Waffenstillstands setzen die USA und der Iran ihre militärischen Auseinandersetzungen fort. Bis zum 22. Juli hatte das US-Militär elf Nächte in Folge iranisches Territorium beschossen. Trump kündigte außerdem an, dass die Liste potenzieller Ziele erweitert werden könnte – darunter Energieanlagen sowie die unterirdische Atomanlage “Pickaxe”.

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