Peinlicher Vorfall bei Swiss: Zwei Piloten alkoholisiert zum Dienst erschienen
Die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss sieht sich mit einem äußerst unangenehmen Vorfall konfrontiert, der das öffentliche Vertrauen erschüttern könnte. Im März dieses Jahres traten zwei Piloten der Fluggesellschaft in Genf ihren Dienst in angetrunkenem Zustand an. Bevor sie den geplanten Flug überhaupt antreten konnten, schlugen aufmerksame Kollegen Alarm und verhinderten so einen möglichen Einsatz unter Alkoholeinfluss.
Die beiden Männer sollten am besagten Morgen gemeinsam einen Airbus A220 von Genf zu einem Ziel innerhalb Europas steuern. Glücklicherweise kam es nicht dazu. Bereits im Crewhotel fiel Mitarbeitern auf, dass die beiden Piloten nicht in der Verfassung waren, ein Flugzeug sicher zu führen. Sie zögerten nicht, ihre Beobachtungen umgehend den Verantwortlichen zu melden, was einen schnellen Eingriff ermöglichte.
Die Reaktion der Swiss ließ nicht lange auf sich warten: Die beiden Piloten wurden sofort durch eine andere Crew ersetzt. Die Airline betont ausdrücklich, dass sich die Männer zu keinem Zeitpunkt im Cockpit befanden und keinerlei Flug durchführten. Somit bestand zu keiner Sekunde eine direkte Gefahr für den Flugbetrieb oder die Passagiere.
Trotz dieser schnellen und angemessenen Reaktion bleibt der Vorfall für die Swiss, die Teil der Lufthansa-Gruppe ist, ein herber Rückschlag. In der Luftfahrtbranche gilt kaum ein Verstoß als schwerwiegenderes Tabu als der Konsum von Alkohol durch Piloten. Das gesamte Vertrauen der Fluggäste beruht auf der unerschütterlichen Annahme, dass sich die Besatzungen jederzeit voll und ganz ihrer enormen Verantwortung bewusst sind und dieser auch gerecht werden können.
Was genau in der Nacht vor dem geplanten Flug geschah, ist derzeit noch Gegenstand einer laufenden internen Untersuchung. Für Cockpitbesatzungen gelten ohnehin besonders strenge Regeln. In Europa liegt der gesetzliche Grenzwert bei 0,2 Promille, doch die Swiss verfolgt eine noch strengere Null-Toleranz-Politik und verlangt von ihren Mitarbeitern, den Dienst grundsätzlich nicht unter dem Einfluss von Alkohol anzutreten.
Die Fluggesellschaft hebt hervor, dass die internen Sicherheitsmechanismen in diesem Fall einwandfrei funktioniert hätten. Kollegen hätten ihre Verantwortung ernst genommen und den Verdacht gemeldet, noch bevor überhaupt eine Gefahr für den Flugbetrieb entstehen konnte. Dies zeige, dass die Kontrollsysteme der Airline greifen.
Die beiden suspendierten Piloten dürfen bis zum Abschluss der laufenden Abklärungen keine Flüge mehr durchführen. Zusätzlich wurden medizinische Untersuchungen eingeleitet. Welche konkreten Konsequenzen der Vorfall für die beiden Männer haben wird, ist derzeit noch offen. Abhängig von den Ergebnissen der Untersuchung könnten weitere arbeitsrechtliche Schritte folgen, die bis hin zur Kündigung reichen könnten.
Für zusätzliche Fragen sorgt die Tatsache, dass die beiden Piloten offenbar nicht von selbst auf ihren Zustand hingewiesen haben. Bei Fluggesellschaften gibt es klare Verhaltensregeln und Meldewege, um mögliche Risiken bereits vor dem Start kategorisch auszuschließen. Ein eigenverantwortliches Handeln der Crew wird dabei als selbstverständlich vorausgesetzt.
Für die Swiss bleibt die Geschichte trotz der schnellen Aufklärung ein schwerer Rückschlag für das Image. Während betrunkene oder aggressive Passagiere für viele Airlines fast zum Alltag gehören, löst ein alkoholisierter Pilot stets maximale Alarmbereitschaft und tiefgreifende Besorgnis aus. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen sich Luftfahrtunternehmen bei der Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards täglich stellen müssen.
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