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Die jemenitischen Huthi-Rebellen, die eng mit Teheran verbündet sind, gaben am Donnerstag bekannt, sie hätten zwei saudische Öltanker im Roten Meer attackiert. Dies geschah im Rahmen einer von ihnen verhängten Seeblockade gegen Saudi-Arabien. Sollte sich diese Blockade verfestigen, droht der globalen Ölversorgung neben der fast vollständigen Sperrung der Hormus-Straße durch Iran ein zweiter maritimer Engpass.
„Wir haben die saudischen Tanker Encelia und Layla ins Visier genommen, weil sie gegen die von unseren Streitkräften verhängte Blockade verstoßen haben“, erklärte Huthi-Militärsprecher Yahya Saree am Mittwoch.
Die Huthi, die strategisch wichtige Gebiete entlang der Meerenge Bab al-Mandab am südwestlichen Ende des Roten Meeres kontrollieren, hatten bereits am Montag eine Seeblockade gegen Riad angekündigt. Diese Meerenge liegt auf der anderen Seite der Arabischen Halbinsel gegenüber der Hormus-Straße. Fachleute werten dies als taktisches Manöver Teherans, um seine eigene Verhandlungsposition zu stärken.
Die Auswirkungen ließen nicht lange auf sich warten: Am Mittwoch änderten fünf Tanker im Roten Meer ihre Route, um Bab al-Mandab zu umgehen. Bereits am Dienstag hatten drei Schiffe, die saudisches Öl nach China und Indien transportieren sollten, ihre Fahrt abgebrochen und kehrten um.
In den letzten Tagen wurden Millionen Barrel saudischen Öls täglich zum Rotmeerhafen Yanbu umgeleitet, um die Hormus-Straße zu umgehen. Falls nun auch die Passage durch Bab al-Mandab blockiert wird, bliebe für viele Transporte nur die nördliche Route durch den Sueskanal. Dies würde die Transportzeiten um Wochen verlängern und die Frachtkosten drastisch in die Höhe treiben.
Die von den Huthi angedrohte Seeblockade gegen Saudi-Arabien könnte den Konflikt auf eine neue Eskalationsstufe heben und die US-Streitkräfte zusätzlich unter Druck setzen, warnten sowohl aktuelle als auch ehemalige US-Regierungsvertreter.
Noch vor der Zuspitzung im Roten Meer hatte Trump am Mittwoch gedroht, jedes Mal eine iranische Brücke oder ein Kraftwerk zu zerstören, wenn Iran auf ein Schiff in der Hormus-Straße schieße. Teheran reagierte umgehend auf die jüngste Drohung aus Washington und kündigte Vergeltung an. „Unsere Verteidigungsdoktrin ist klar: Auge um Auge“, schrieb Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X.
„Jede Aggression gegen Iran, einschließlich unserer Infrastruktur, wird eine mächtige und entschiedene Antwort erzwingen.“
Diejenigen, die in irgendeiner Form dazu beitragen, würden ebenfalls als legitime Ziele betrachtet, fügte er hinzu.
Parallel dazu führte das US-Militär auf Befehl von Präsident Trump eine weitere Angriffswelle gegen iranische Stellungen durch. Es war die zwölfte Nacht in Folge mit US-Luftangriffen, was erneut iranische Vergeltungsschläge auslöste.
Teheran erklärte, als Reaktion US-Raketensysteme sowie Waffen- und Treibstofflager in Jordanien angegriffen zu haben. Zudem seien mehrere US-Militärstützpunkte in Kuwait attackiert worden, darunter Camp Al Adiri, der Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem, das Doha Camp und Camp Arifjan.
Iranische Medien berichteten, die USA hätten am Donnerstag zweimal ein militärisches Ziel in Buschehr bombardiert – in der Nähe des einzigen kommerziellen Atomkraftwerks des Landes. Dies war Berichten zufolge der dritte Angriff auf Ziele in der Region innerhalb von zwei Tagen.
Das iranische Staatsfernsehen meldete zudem zwei Tote und elf Verletzte nach einem US-Raketenangriff auf den Grenzübergang Schalamcheh zum Irak. Ein Provinzvertreter aus Chuzestan bestätigte den Angriff.
Trotz der Beteuerungen aus Washington, man habe die militärischen Fähigkeiten Irans weitgehend zerstört, hat Teheran bewiesen, dass es weiterhin über einsatzbereite Raketen- und Drohnenarsenale verfügt. Iran griff in dieser Woche zentrale Anlagen zur Wasserentsalzung und Energieversorgung in Kuwait an und attackierte zudem US-Militärressourcen in Kuwait, Bahrain und Jordanien.
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