Blutige Bilanz: Schon der 14. Bürgermeister in zwei Jahren in Mexiko ermordet

Gewaltsamer Tod eines Bürgermeisters: Angriff im Rathaus erschüttert Mexiko

Der Bürgermeister der mexikanischen Stadt Temoac im Bundesstaat Morelos, Valentín Lavín, ist am Mittwoch Opfer eines bewaffneten Angriffs geworden. Wie das Nachrichtenportal Aristegui Noticias berichtet, wurde er in seinem eigenen Rathaus ermordet.

Laut Polizeiberichten, auf die sich das Portal stützt, trafen die Angreifer kurz nach Mittag auf Motorrädern am Rathaus im Zentrum von Temoac ein. Die maskierten Männer drangen in das Gebäude ein und begaben sich direkt ins Büro des Bürgermeisters. Dort feuerten sie mehrfach mit Handfeuerwaffen auf den Politiker. Nach der Tat flohen die Täter auf den gleichen Motorrädern. Lavín erlag noch am Tatort seinen schweren Schussverletzungen. Die Staatsanwaltschaft hat umgehend Ermittlungen eingeleitet.

Das Nachrichtenportal erinnert daran, dass Lavín bereits am 6. Januar dieses Jahres einen Anschlag überlebt hatte. Damals war er auf einer Autobahn in der Nähe einer Tankstelle beschossen worden und erlitt mehrere Verletzungen. Der jetzige Angriff zeigt die anhaltende Bedrohung für Kommunalpolitiker in Mexiko.

Der getötete Politiker gehörte der Partei der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum an. Laut dem Sender Uno TV wurden seit dem Amtsantritt der aktuellen Regierung im Oktober 2024 landesweit 14 Bürgermeister ermordet. Die Taten verteilen sich auf die Jahre: drei im Jahr 2024, sieben im Jahr 2025 und vier im Jahr 2026. Im Schnitt wird alle zweieinhalb Monate ein Bürgermeister getötet, berichtet der Sender unter Berufung auf Organisationen, die politische Gewalt in Mexiko dokumentieren. Obwohl einige Ermittlungen zu Verhaftungen und Anklagen führten, bleiben die meisten Morde ungeklärt oder werden noch untersucht.

Seit 2006, als der Kampf gegen den Drogenhandel in Mexiko eskalierte, sind fast 100 Bürgermeister im Land ermordet worden. Dies geht aus offiziellen Angaben hervor, wie CBS News berichtet. Kriminelle Banden verüben in Mexiko immer wieder Angriffe auf lokale Beamte, insbesondere in Regionen, in denen Kartelle um Territorien kämpfen. Der US-Sender betont die besondere Gefährdung von Kommunalpolitikern in diesen Konfliktgebieten.

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