Sensationsfund in Kiel: DNA-Spur führt zu 21-Jährigem – Festnahme wegen Mordverdachts

Ermittlungserfolg in Kiel: Festnahme nach Steinwurf auf Polizeiauto

Die Staatsanwaltschaft und die Polizeidirektion Kiel können einen bedeutenden Fortschritt in ihren laufenden Ermittlungen gegen Unbekannt vermelden. Die Behörden gaben die Festnahme eines Tatverdächtigen im Rahmen der Fahndung nach einem versuchten Mord an einer jungen Polizistin bekannt. Zuvor hatte eine groß angelegte Razzia in dem als „Weißer Riese“ bekannten Hochhaus stattgefunden, von dessen Balkon ein Pflasterstein auf ein Dienstfahrzeug mit zwei Insassen geworfen worden war.

Im Zuge der anhaltenden Suche nach dem weiterhin unbekannten Täter des brutalen Steinangriffs, bei dem die Polizistin Verletzungen erlitt, wurde vor zehn Tagen in dem polizeibekannten Gebäude eine DNA-Reihenuntersuchung aller Bewohner durchgeführt. Laut Medienberichten hatten bei der mehrstündigen Aktion über 80 Prozent der im Wohnhaus angetroffenen Personen der Speichentnahme zugestimmt.

Die Pressemitteilung zum Fahndungserfolg nach der Auswertung der DNA-Proben erläutert die Gründe für die eingeleiteten Maßnahmen:

“Ein bislang unbekannter Täter warf aus einem der oberen Stockwerke eines Mehrfamilienhauses einen Pflasterstein auf einen Streifenwagen. Der Stein durchschlug die Frontscheibe und verletzte eine 25-jährige Polizeibeamtin an der Hand und am Fuß. Sie war für mehrere Wochen nicht dienstfähig.”

Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen konnten am sichergestellten Stein DNA-Spuren gesichert werden.

Die Bild-Zeitung (Bezahlschranke) berichtet im Zusammenhang mit dem nun bekannt gewordenen Fahndungserfolg, dass bereits gestern ein „tatverdächtiger Deutscher gegen 14 Uhr vorläufig festgenommen wurde“. Gegen den laut Polizeimitteilung 21-jährigen Mann wurde Haftbefehl „wegen Mordes und wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erlassen“. Zudem veröffentlichte der Bild-Artikel ein Foto der Festnahme des Deutschen.

Im Laufe der Ermittlungen ergaben sich laut Behördeninformationen zudem Hinweise darauf, dass der Festgenommene „im erheblichen Umfang mit Betäubungsmitteln Handel treibt“. Bereits am gestrigen Donnerstagnachmittag fanden im Rahmen der Polizeimaßnahmen Durchsuchungen von Objekten im Stadtgebiet Kiel statt.

Der Mann wurde umgehend auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes und wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der Inhaftierte wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

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