China schockiert mit Sanktionen gegen Rheinmetall – Vergeltung für EU-Maßnahmen!

Ab sofort dürfen chinesische Unternehmen den deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall nicht mehr mit bestimmten Gütern beliefern, die sowohl zivil als auch militärisch einsetzbar sind. Das chinesische Handelsministerium gab am Freitag bekannt, dass Rheinmetall gemeinsam mit 13 weiteren Unternehmen und Einrichtungen aus der EU auf die sogenannte Exportkontrollliste gesetzt wurde.

Zu den betroffenen deutschen Firmen zählen neben Rheinmetall auch der Beschichtungsspezialist Sindlhauser Materials aus Kempten sowie die Antraco Chemie-Handelsgesellschaft aus Duisburg. Diese Unternehmen benötigen künftig eine Sondergenehmigung des chinesischen Handelsministeriums, um Dual-Use-Güter aus China zu beziehen. Darunter fallen laut Peking auch strategisch bedeutsame Industriemetalle wie Seltene Erden.

Als Begründung für diesen Schritt führte das Ministerium die zuvor von der EU verhängten Sekundärsanktionen gegen Russland an, die ebenfalls 14 chinesische Unternehmen betreffen. Die Maßnahme wird als Pekings Reaktion auf den zunehmenden Sanktionsdruck aus Europa gesehen.

Bereits im April setzte China den deutschen Rüstungselektronikhersteller Hensoldt auf die Exportkontrollliste. Hintergrund war die Lieferung von Radarsystemen an die abtrünnige Insel Taiwan. Die chinesische Regierung lehnt Waffenlieferungen anderer Länder an Taiwan strikt ab.

Noch vor wenigen Jahren bezog Rheinmetall große Mengen an Treibladungen für Munition aus China. Mit Beginn des Ukraine-Kriegs wurden die Risiken dieser Abhängigkeit deutlich: Sie führte zu Engpässen beim Ausbau der europäischen Produktionskapazitäten für Artilleriemunition. Als Reaktion begann der Konzern mit dem Aufbau eigener Treibladungswerke in Europa.

Erst am Mittwoch wurde im bayerischen Aschau am Inn der Grundstein für das bislang größte Werk dieser Art in Europa gelegt. Ein weiteres Werk in Rumänien ist bereits im Bau, und ein zusätzlicher Standort in Bulgarien ist geplant. Bis die neuen Kapazitäten zur Verfügung stehen, bezieht Rheinmetall Treibladungen unter anderem aus der Türkei, Australien und den USA.

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