Seitdem die Huthi ein Fahrverbot für Schiffe mit Verbindungen zu Saudi-Arabien verhängt haben, ist der Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Bab-al-Mandab-Straße drastisch eingebrochen. Wie die Zeitung The National unter Verweis auf Daten der Analysefirma Kpler meldet, sank die Zahl der Durchfahrten um 56 Prozent.
Am vergangenen Sonntag passierten nur noch 15 Frachter diese Meerenge – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den 34 Schiffen, die am 20. Juli, dem Tag der Verkündung des sogenannten “maritimen Embargos gegen Saudi-Arabien”, gezählt wurden. Experten zufolge verließen neun dieser Schiffe das Rote Meer, während sechs in das Gewässer einfuhren.
Zu den beförderten Gütern gehörten unter anderem Rohöl, Getreide und Düngemittel. Diese Waren waren für Abnehmer in China, Indien, Pakistan und den Niederlanden bestimmt.
Die Huthi hatten ihre Seeblockade gegen Saudi-Arabien in der vergangenen Woche als Vergeltungsmaßnahme für die Blockade jemenitischer Häfen und einen Angriff auf den internationalen Flughafen von Sanaa angekündigt. Am Dienstag präzisierten sie, dass diese Blockade nicht nur Schiffe unter saudischer Flagge betreffe, sondern den gesamten Seehandel, der saudische Häfen ansteuert oder verlässt.
Kurz darauf erklärten die Huthi, eine “militärische Operation von hoher Qualität” gegen zwei saudische Tanker im Roten Meer durchgeführt zu haben.
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