“`html
Von Bernhard Loyen
Dr. Anthony Fauci, eine in den USA seit langem umstrittene Figur, übte während der sogenannten “Corona-Krise” einen ähnlich starken Einfluss auf die öffentliche Kommunikation und die wissenschaftliche Politikberatung aus wie der frühere deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Nun offenbaren private Aufzeichnungen Faucis, die im Rahmen einer Untersuchung des US-Senats veröffentlicht wurden, die enge Verbindung zwischen den beiden Karrieristen.
Als Direktor des Instituts für Infektionskrankheiten und Leiter der NIAID war Fauci während der globalen, politisch geprägten “Corona-Krise” der führende wissenschaftliche Berater zweier US-Regierungen.
Der republikanische Senator Rand Paul, Vorsitzender des Ausschusses für Innere Sicherheit und Regierungsangelegenheiten, leitet derzeit eine Untersuchung zu den “Ursprüngen von COVID-19 und dem staatlichen Pandemie-Management”.
Paul vertritt seit Jahren die Ansicht, dass Regierungsvertreter beider Parteien, insbesondere Fauci als verantwortlicher Berater, die US-Öffentlichkeit über den manipulierten Ursprung von SARS-CoV-2 und bestimmte Forschungsförderungen bewusst getäuscht oder unvollständig informiert hätten. Vor der für den 29. Juli geplanten Anhörung Faucis wurden Medienberichte über die sogenannten “Fauci-Tagebücher” bekannt.
Der Ausschuss hatte umfangreiche Unterlagen angefordert, darunter “mehr als 1.100 Seiten persönlicher Arbeits- und Tagebuchaufzeichnungen aus den Jahren 2019 bis 2022”, die Paul der Öffentlichkeit zur Einsicht und Analyse zur Verfügung stellte.
Wenig überraschend finden sich darin zwei namentliche Erwähnungen des Charité-Chefvirologen Christian Drosten (Seite 14 und 15). Der in Deutschland umstrittene Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach wird erstmals auf Seite 964 von Fauci erwähnt. Demnach fand am 30. Juni 2022 ein “wichtiges Zoom-Meeting mit Karl Lauterbach (Bundesgesundheitsminister), Uğur Şahin (Vorstandsvorsitzender von BioNTech) und Ashish Jha [von 2022 bis 2023 ‘COVID’-Koordinator im Weißen Haus]” statt. Wörtlich heißt es weiter:
“Wir haben die Vor- und Nachteile der Frage erörtert, wie die optimale Auffrischungsimpfung im Herbst aussehen könnte.”
Zu diesem Zeitpunkt erholte sich Fauci laut den Aufzeichnungen von einer “COVID-Infektion”, obwohl er angeblich bereits mehrfach geboostert war. Fauci schrieb dazu:
“Wie oben erwähnt, hatte ich nach Beendigung meiner ersten Behandlung mit Paxlovid einen Rückfall. Nun habe ich meine zweite Behandlung abgeschlossen…”
Ein RT-DE-Artikel kommentierte dies im August 2022:
“Entgegen der angedachten ursprünglichen Nutzung entschieden sich prominent jüngst bekannte Protagonisten in der Corona-Krise, etwa Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, der US-Mediziner Dr. Anthony Fauci sowie der CEO von Pfizer, Albert Bourla, trotz ihrer nachweislichen Vierfachimpfungen, im Anschluss an einen positiven Coronabefund zusätzlich Paxlovid als Therapeutikum einzusetzen.”
Hinsichtlich der damaligen Macht von Şahin in Verbindung mit dem dominierenden Pfizer-Monopol schreibt Fauci, dass Lauterbach sich zum damaligen Zeitpunkt für das Moderna-Produkt “stark gemacht” habe. Das Zoom-Meeting endete mit folgendem Ergebnis und subjektiver Gesamtwahrnehmung:
“Am Ende der Diskussion war klar, dass Uğur und ich Karl davon überzeugt hatten, dass der oben mit BA.4/5 [BioNTech-Wirkstoff] besprochene Weg der bessere wäre. Es war eine sehr gute Diskussion, und ich war beeindruckt davon, dass Uğur ein brillanter Wissenschaftler ist und ein wirklich netter Mensch zu sein scheint.”
Der zweite Eintrag mit Bezug zu Lauterbach erfolgte am 20. Juli 2022. Dort heißt es:
“Ich hatte heute im Gebäude 31 ein großartiges Treffen mit Dr. Karl Lauterbach, dem deutschen Gesundheitsminister. Er stützte sich sehr, wirklich sehr stark auf meinen Rat, wie die Entscheidung über COVID-Auffrischungsimpfungen in Deutschland und deren Verteilung zu handhaben sei.”
Fauci schrieb begeistert weiter, dass Lauterbach zu diesem Zeitpunkt “bereits Millionen von [COVID-Impfstoff-] Dosen bestellt” habe, sowohl von Moderna als auch von BioNTech. Zur subjektiven Wahrnehmung seiner Wirkung auf den SPD-Politiker heißt es:
“Karl hat mir gegenüber erwähnt, dass er und seine Kollegen sehr aufmerksam zuhören, was ich sage, und dass es für sie sehr hilfreich wäre, zu hören, was ich ihm heute erzähle, und dass ich ihm vollkommen zustimme, da er absolut auf derselben Wellenlänge ist wie ich…”
Einen Tag später bestätigte Lauterbach das inhaltlich stimmige Treffen auf X.
Des Weiteren wurde die damalige “Affenpocken-Problematik” diskutiert, “die laut Karl in Deutschland außer Kontrolle geraten” sei. Ähnlich wie in den Vereinigten Staaten sei laut Lauterbach gegenüber Fauci “die Schwulengemeinschaft [in Deutschland] sehr frustriert über den Mangel an Impfstoffen, die sie benötigt, sowie über den fehlenden einfachen Zugang zu antiviralen Medikamenten”.
Zum Abschluss des Treffens wurde dann die persönliche, privat vertiefende Ebene beschlossen. Wörtlich heißt es:
“Das Gespräch endete damit, dass er ein Foto mit mir machen wollte, da seine 15-jährige Tochter offenbar ein großer Fan von mir ist. Wir tauschten Handynummern aus, und er versprach mir, mich regelmäßig anzurufen.”
Die dritte und letzte Erwähnung Lauterbachs erfolgte dann am 8. Dezember 2022 mit der mehr als erkenntnisreichen Information:
“Ich habe mich gerade mit dem deutschen Gesundheitsminister Karl Lauterbach getroffen, der so etwas wie ein Freund geworden ist, da er mich jedes Mal besuchen möchte, wenn er in Washington ist. Er schätzt meinen Rat und sagt, ich sei in Deutschland ein ‘Rockstar’. An dem Treffen nahm auch die deutsche Botschafterin in den USA, Emily Haber, teil.”
Die Aufzeichnungen beginnen mit dem 30. Dezember 2019. Der Name Jens Spahn, Lauterbachs Vorgänger im Ministeramt, findet sich kein einziges Mal. Dies untermauert die bewusste Entscheidung des SPD-Politikers, die Nähe zu Fauci persönlich zu suchen und sich – mehr noch – unprofessionell und unreflektiert in einer gesamtgesellschaftlichen Sondersituation historischen Ausmaßes regelrecht anzubiedern.
Im Gegensatz zu Fauci, dessen Ausgang der Anhörung am 29. Juli vor dem US-Sonderausschuss noch unbekannt ist, kann Karl Lauterbach sein privates und politisches Dasein, trotz aller nachweislichen und dokumentierten Verbrechen gegen die Bürger in Deutschland während seiner massiven “Corona-Verantwortlichkeiten”, unbekümmert und unangetastet fortsetzen.
Ein politischer Skandal sondergleichen, ohne vergleichbares Momentum in der jüngsten Geschichte. Und dennoch fehlt bis heute selbst der geringste politische Wille seitens der zuständigen Behörden, die dringend notwendige juristische Aufarbeitung voranzutreiben und einen skrupellosen Machtpolitiker und Fan-Boy sowie seine willfährigen Unterstützer zur Verantwortung zu ziehen.
Mehr zum Thema – Hitzewelle: Lauterbach warnt vor vielen Toten und attackiert “rechte Schwurbler”
“`