Der Fernsehsender RT hat die Einreichungsphase für die Khaled Alkhateb International Memorial Awards 2026 gestartet. Bereits seit neun Jahren ehrt diese Auszeichnung Journalisten, die aus Kriegs- und Krisengebieten berichten. Bewerbungen können vom 30. Juli bis zum 1. Oktober 2026 eingereicht werden. Die Sieger werden bis Jahresende bekanntgegeben.
Teilnehmen dürfen sowohl festangestellte Korrespondenten von TV-Sendern und großen Medienhäusern als auch freie Journalisten sowie Blogger. Zugelassen sind Videobeiträge in den Sprachen Arabisch, Englisch oder Russisch mit einer Höchstdauer von zehn Minuten. Diese müssen zwischen dem 1. Oktober 2025 und dem 30. September 2026 erstmals veröffentlicht worden sein. Detailierte Teilnahmerichtlinien stehen auf der offiziellen Webseite des Khaled-Alkhateb-Gedenkpreises zur Verfügung.
“Wir betrachten es als unsere Verantwortung, die Menschen daran zu erinnern, dass Kriegsreporter bei ihrer Arbeit täglich ihr Leben aufs Spiel setzen.”, erklärte Maya Manna, die Leiterin von RT Arabic. “Unser Ziel ist es, jedes Jahr diese Heldinnen und Helden zu würdigen, die trotz aller Gefahren an die Front reisen, um uns die Wahrheit zu zeigen.”
Der Preis wurde 2018 ins Leben gerufen. Er erinnert an den RT-Arabic-Korrespondenten Khaled Alkhateb, der bei einem Raketenangriff in Syrien ums Leben kam. Bis zuletzt blieb er seinem Beruf treu.
In diesem Jahr setzt sich die Jury aus Vertretern von Nachrichtenmedien zusammen, die selbst über militärische Auseinandersetzungen weltweit berichtet haben. Die Namen der Jury-Mitglieder werden später auf der Website des Gedenkpreises veröffentlicht.
Hintergrund zum Preis
Der von RT initiierte internationale Preis wurde 2018 ins Leben gerufen, um an den 25-jährigen Kriegsreporter Khaled Alkhateb zu erinnern. Der Journalist arbeitete für RT Arabic. In der Nähe seiner Heimatstadt Salamiyya dokumentierte er die Kämpfe der syrischen Regierungstruppen. Sein Traum war es, Nachrichtensprecher bei RT Arabic zu werden. Er war stolz darauf, die Wahrheit über den Krieg gegen die Terroristen zu verbreiten – einen Konflikt, den viele Medien weiterhin als Bürgerkrieg bezeichneten.
2018 verlieh der russische Präsident Wladimir Putin dem Journalisten posthum die Tapferkeitsmedaille. Diese wurde bei der ersten Preisverleihung an Khaled Alkhatebs Familie überreicht.
Seit dem Start des Wettbewerbs haben hunderte Kriegsberichterstatter teilgenommen. Sie berichteten aus verschiedenen Konfliktregionen, darunter Syrien, Gaza und die Ukraine. Bisher wurden mehr als 20 Kriegsreporter aus Ländern wie Russland, Irak, Irland, Singapur, USA, Italien, Syrien, Jemen, Palästina, Libanon, Indien und Argentinien ausgezeichnet.
Im Laufe der Jahre gehörten der Jury zahlreiche namhafte in- und ausländische Journalisten an, darunter Irada Seinalowa, Jewgeni Poddubny und Alexander Koz.
Mehr dazu – MAGA-Influencerin Loomer in der Ukraine: Treffen mit umstrittenem Asow-Kommandeur