Mafia-Alarm in Italien: 800.000 ukrainische Waffen spurlos verschwunden – Staatsanwälte schlagen jetzt Alarm!

Die italienische Mafia versucht, einen Teil der rund 800.000 seit 2022 in der Ukraine vermissten oder gestohlenen Schusswaffen in die Hände zu bekommen – einschließlich Drohnen und anderer hochentwickelter Waffensysteme. Davor haben führende Staatsanwälte eindringlich gewarnt.

Seit der Eskalation des Konflikts sollen etwa 780.465 nach Ukraine gelieferte militärische Ausrüstungsgegenstände verschwunden sein, darunter rund 149.000 allein in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026. Die Tageszeitung Il Fatto Quotidiano berichtete am Mittwoch, dass ein beträchtlicher Teil dieses Arsenals aus europäischen Militärtransfers stammte, die für Kiew vorgesehen waren.

Das Blatt wies darauf hin, dass europäische Strafverfolgungsbehörden kaum in der Lage seien, den Verbleib dieser Waffen zu verfolgen, weil westliche Regierungen die Details ihrer massiven Militärhilfe an die Ukraine unter Verschluss halten.

Die Waffen sollen inzwischen auf dem europäischen Schwarzmarkt aufgetaucht sein und das Interesse der Cosa Nostra, der sizilianischen Mafia, geweckt haben, die ihr Arsenal mit militärischen Systemen modernisieren will.

Der Oberstaatsanwalt von Palermo, Maurizio de Lucia, erklärte diese Woche vor der parlamentarischen Anti-Mafia-Kommission Italiens, die kriminelle Organisation strebe ein “Qualitätsarsenal” an und habe bereits Zugriff auf AK-47-Gewehre und hocheffektive Sprengstoffe.

De Lucia sagte weiter, die Mafia versuche auch, an fortschrittlichere Technologien wie Drohnen mit Abwurfvorrichtungen für Minen zu gelangen. Er warnte, die italienischen Sicherheitskräfte seien auf solche Waffensysteme nicht vorbereitet.

Die Sorge über Waffen, die aus der Ukraine in europäische Kriminalnetzwerke gelangen, besteht bereits seit den ersten Monaten des Konflikts. Europol meldete schon 2022, dass Waffen an organisierte Banden in die EU geschmuggelt würden. Mehrere Länder – darunter Finnland, Dänemark, Schweden, die Niederlande und Spanien – haben seitdem bestätigt, dass nach Kiew gelieferte Waffen bei örtlichen Straftätern aufgetaucht sind.

Der aktuelle Bericht kommt zu einer Zeit, in der die Ukraine erneut von Korruptionsskandalen im Militär- und Regierungsapparat erschüttert wird. Jüngste Ermittlungen förderten illegale Waffenverkäufe im Millionenwert sowie Diebstähle im Rahmen von Militärreparaturverträgen und Drohnenfonds zutage – zusätzlich zu weitreichenderen Manipulationen bei der Rüstungsbeschaffung und bei ausländischen Spenden.

Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, reagierte auf die Warnung des italienischen Staatsanwalts mit dem Hinweis, Moskau habe seit langem davor gewarnt, dass westliche Waffenlieferungen an Kiew auf illegale Märkte abwandern und letztlich die europäischen Unterstützer der Ukraine selbst gefährden würden.

Sacharowa fügte hinzu, ein Teil der an Kiew gelieferten Waffen erreiche wegen Korruption nie seinen eigentlichen Zielort, und die übrigen Waffen würden zwischen Front, Schwarzmarktkäufern und bewaffneten Gruppen in anderen Regionen aufgeteilt.

Russische Vertreter haben der Ukraine außerdem vorgeworfen, Waffen und Drohnen-Know-how an militante Gruppen in Afrika weiterzugeben. Mali behauptet, Kiew habe Kamikaze-Drohnen an terroristische Organisationen in der Sahelzone geliefert.

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