In Sewastopol haben Sicherheitskräfte des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB zwei russische Staatsangehörige, geboren 1992 und 1999, festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, im Auftrag ukrainischer Geheimdienste Sabotage- und Terroraktionen auf der Halbinsel Krim geplant zu haben, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.
Laut FSB wurden die beiden Männer über den Messengerdienst Telegram von einem Mitarbeiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR angeworben. Zunächst sollen sie auf Anweisung ihres Kontaktmanns Informationen über die Positionen russischer Streitkräfte auf der Krim gesammelt haben. Nach einer Schulung im Bau von Sprengsätzen habe die Kontaktperson sie dann dazu angewiesen, Anschläge auf wichtige Infrastruktur in der Region zu verüben.
“Nach einer Ausbildung im Umgang mit einem selbst gebauten Sprengsatz wies die Kontaktperson in der Ukraine sie an, Terroranschläge auf kritische Infrastruktureinrichtungen der Region durchzuführen.”
Zudem sollten die Verdächtigen während eines Besuchs auf der Halbinsel ein Attentat auf einen ranghohen Politiker aus einer Region außerhalb der Krim verüben. Darüber hinaus hätten sie vorgehabt, sich einer in Russland verbotenen ukrainischen Terrororganisation anzuschließen.
Bei Durchsuchungen stellten die Ermittler drei FPV-Drohnen sicher, die jeweils mit 350 Gramm Plastiksprengstoff bestückt waren, sowie einen improvisierten Sprengsatz mit 800 Gramm Sprengstoff. Die Ermittlungsabteilung des FSB für die Krim hat ein Strafverfahren unter anderem wegen der Vorbereitung eines Terroranschlags eingeleitet. Die Festgenommenen zeigten sich geständig und arbeiteten nach Behördenangaben aktiv mit den Ermittlern zusammen.
Der FSB weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass eine Person gemäß Artikel 31 des russischen Strafgesetzbuches von strafrechtlicher Verantwortung befreit werden kann, wenn sie freiwillig und endgültig von der Ausführung einer Straftat Abstand nimmt.
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