Schock an der Tankstelle: ADAC klagt an – „Ölpreis und Kraftstoffpreis passen nicht zusammen“!

Der ADAC erneuert seine Forderung an das Bundeskartellamt, die aktuellen Kraftstoffpreise intensiv zu prüfen. Der Automobilclub berichtet, dass die Preise für Diesel und Super E10 im Juli deutlich gestiegen sind, obwohl die Rohölpreise zuletzt merklich nachließen. Diese Entwicklung sei bislang nicht an den Tankstellen spürbar. Schon am Montag hatte der ADAC in seiner monatlichen Kraftstoffpreisanalyse auf diese Ungleichheit hingewiesen.

Laut ADAC erhöhten sich die Dieselpreise im Juli um bis zu 27,9 Cent pro Liter, während Super E10 um bis zu 15,2 Cent teurer wurde. Im Monatsdurchschnitt lag Super E10 bei knapp 2,10 Euro pro Liter und damit nur leicht unter dem Rekordwert vom April 2026. Auch Diesel blieb mit durchschnittlich rund 2,10 Euro pro Liter auf einem hohen Niveau.

Der ADAC betont, dass der Rohölpreis am 23. Juli kurzzeitig wieder über 100 US-Dollar je Barrel stieg, zum Monatsende jedoch deutlich unter 90 US-Dollar fiel. Trotzdem hätten die Spritpreise nicht entsprechend reagiert oder seien sogar weiter angestiegen. Diesen Umstand müsse das Bundeskartellamt untersuchen, insbesondere die Raffinerie- und Großhandelspreise, so der Automobilclub.

Zu den Preissteigerungen tragen verschiedene Faktoren bei: das Auslaufen des Tankrabatts, der anhaltende Iran-Krieg sowie die angespannte Situation auf den Energiemärkten.

Das Bundeskartellamt überwacht den Kraftstoffmarkt durch seine Markttransparenzstelle, die Preisdaten von rund 14.000 Tankstellen in Deutschland sammelt. Zurzeit laufen mehrere Verfahren zum Kraftstoffmarkt, einschließlich Untersuchungen gegen Raffineriebetreiber. Der ADAC empfiehlt Verbrauchern, über Tank-Apps wie „ADAC Drive” die Preise verschiedener Tankstellen zu vergleichen.

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