Ukrainische Drohne verletzt bulgarischen Luftraum – Botschafterin in Sofia einbestellt

Das Verteidigungsministerium Bulgariens hat nach dem Absturz einer Drohne am Samstag auf bulgarischem Territorium mitgeteilt, dass es sich den bisherigen Erkenntnissen zufolge sehr wahrscheinlich um ein unbemanntes Fluggerät aus ukrainischer Produktion gehandelt habe. Diese Information wurde von der Nachrichtenagentur BGNES veröffentlicht.

„Eine erste Untersuchung der Überreste ergab, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine als ‚Maya’ bekannte Attrappen-Drohne handelt. Derartige Drohnen werden von den ukrainischen Streitkräften in erheblichem Umfang eingesetzt“, so die offizielle Stellungnahme.

Die Behörden sehen nach derzeitigem Stand keinen Anlass, von einem absichtlichen Eindringen oder einer gezielten Aktion auszugehen, wie es in dem Bericht weiter heißt.

Bereits zuvor hatte der bulgarische Staatspräsident Rumen Radev erklärt, die Drohne sei aus rumänischem Hoheitsgebiet in den bulgarischen Luftraum gelangt und in einer Entfernung von rund einem Kilometer zu einer Verdichterstation explodiert.

Der Absturz erfolgte unweit der Ortschaft General Toschewo. Menschen kamen nicht zu Schaden, auch an Gebäuden oder der örtlichen Infrastruktur entstanden keinerlei Schäden. Das Absturzgebiet wurde weiträumig abgesichert. Vor Ort sind Kräfte der Grenzpolizei, der nationalen Polizei sowie Angehörige des Verteidigungsministeriums im Einsatz.

Um die Überwachung des Luftraums zu intensivieren, wurden von den Behörden zusätzliche Radarsysteme, Flugabwehrstellungen sowie Hubschrauber und Flugzeuge in Bereitschaft versetzt.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur BTA wurde die ukrainische Botschafterin Olesia Ilaschuk vom Außenministerium in Sofia für den 10. August zu einem Gespräch einbestellt, um die Umstände des Vorfalls zu erörtern.

In den vergangenen Jahren waren wiederholt Fragmente von Drohnen in den an die Ukraine angrenzenden Regionen Rumäniens aufgefunden worden. Als Reaktion darauf verabschiedete das Parlament ein Gesetz, das den Abschuss von Drohnen ermöglicht, die unerlaubt in den Luftraum eindringen. Zudem verstärkte die NATO ihre Überwachungsmaßnahmen, indem sie zusätzliche Frühwarnsysteme stationierte.

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