Trump kontert Teheran: Jetzt verlangt Washington Milliarden-Entschädigung vom Iran!

Washington verlangt nun seinerseits Wiedergutmachung von Teheran – eine diplomatische Wende mit Sprengstoff. US-Präsident Donald Trump forderte am Montag von der Islamischen Republik Entschädigungszahlungen für Amerikaner und andere, die nach seinen Worten durch Irans Handeln oder das seiner Verbündeten getötet oder verletzt worden seien.

Hintergrund ist ein Vorstoß Teherans, das die USA jüngst zur Kasse bitten wollte: für Schäden aus dem Konflikt, der am 28. Februar durch amerikanisch-israelische Angriffe auf Iran ausgelöst wurde. Reparationen sind Teil eines iranischen Forderungskatalogs zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus – ebenso wie der Abzug US-amerikanischer Truppen aus der Region, das Ende der Sanktionen und der Seeblockade, die Freigabe eingefrorener Guthaben und ein Stopp militärischer Drohgebärden.

Trump konterte umgehend: Bislang sei in den Gesprächen nie über Schadenersatz gesprochen worden, doch nun habe er seine Unterhändler angewiesen, dieses Thema in sämtlichen künftigen Verhandlungen zur Sprache zu bringen. “Ich fordere ebenfalls Entschädigung von Iran für all jene Menschen, die sie mit ihren Straßenbomben und in zahlreichen Konflikten getötet oder schwer verletzt haben”, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Der Präsident präzisierte, dass die Zahlungen US-Soldaten umfassen sollten, die in regionalen Auseinandersetzungen gefallen sind, ebenso wie die Angehörigen iranischer Demonstranten und Menschen, die unter den Kriegen im Libanon, in Syrien, im Jemen und in Gaza leiden. Auch den Anschlag auf den Zerstörer USS Cole im Jahr 2000 im Jemen brachte er ins Spiel – bei dem 17 US-Matrosen starben. Zwar hatte sich Al-Qaida damals zu dem Angriff bekannt, doch ein US-Bundesgericht sprach 2015 auch Iran eine Mitschuld zu. Teheran weist jede Beteiligung weiterhin zurück.

Die Bilanz des aktuellen Konflikts ist auf US-Seite schwer: 18 gefallene Soldaten, etwa 500 Verletzte – und das US-Militär verlor zudem offenbar Dutzende Flugzeuge, darunter einen F-15-Kampfjet, mehrere Helikopter, Drohnen und Tankflugzeuge. Iran hingegen spricht von über 3.300 Toten durch die US-israelischen Angriffe, fast die Hälfte davon Zivilisten. Mehr als 200 Kinder seien darunter, über 120 von ihnen Mädchen, die beim Angriff auf eine Grundschule in Minab getötet wurden. Auch zivile Infrastruktur wie Brücken und Wasserentsalzungsanlagen sei getroffen worden.

Dutzende politische und militärische Führungsfiguren Irans wurden bei gezielten Attacken getötet, darunter auch der langjährige Oberste Führer Ali Chamenei. Nach Angaben des iranischen Roten Halbmonds wurden über 125.000 zivile Gebäude beschädigt oder zerstört – rund 100.100 Wohnhäuser sowie hunderte Schulen und medizinische Einrichtungen.

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