Moskau im Ausnahmezustand: Hunderte ukrainische Drohnen greifen die Hauptstadt an – Explosionen erschüttern die Nacht!

Nächtlicher Drohnenangriff auf die Region Moskau: Verletzte, Schäden und Stromausfälle

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht zum Mittwoch sind in der Region Moskau mindestens drei Personen, darunter ein Kind, verletzt worden. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt, und rund 5.000 Haushalte waren zeitweise ohne Stromversorgung.

Nach Angaben von Gouverneur Andrei Worobjew richteten sich die Angriffe gegen mehrere Bezirke im Umland der russischen Hauptstadt. In Ramenski schlug eine Drohne in ein Wohnhaus ein, während die Bewohner schliefen. Ein zehnjähriges Mädchen erlitt dabei Schnittverletzungen durch Splitter. Im Bezirk Bogorodski wurde eine Frau von herabstürzenden Drohnenteilen getroffen, und in Kolomna zog sich ein 27-jähriger Mann Verletzungen durch umherfliegende Splitter zu. Alle drei Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht.

Besonders schwer waren die Zerstörungen in Pawlowski Possad. Dort löste eine Drohne einen Brand aus, der ein Privathaus in Kusnezi völlig niederbrannte. Ein weiteres Feuer griff auf das Dach eines Mehrfamilienhauses über und machte eine Evakuierung dutzender Familien notwendig. Glücklicherweise gab es hier keine Verletzten. Auch in anderen Orten richteten herabstürzende Trümmer Schäden an: In Kolomna gerieten mehrere Gebäude in Brand, in Kotelniki entzündeten sich Baumaterialien, und in Elektrostal wurden ein Fahrzeug sowie ein Umspannwerk beschädigt.

Ein besonderer Vorfall ereignete sich in Bogorodski, wo eine Drohne ein Lagerhaus des Unternehmens Wildberries traf. Der Online-Händler, der häufig als „russisches Amazon” bezeichnet wird, bestätigte, dass Trümmerteile lediglich eine Außenwand leicht beschädigt hätten. Das Gebäude war bereits vorher geräumt worden, sodass keinerlei Warenschäden entstanden.

In den Orten Likino-Duljowo und Orechowo-Sujewo waren mehr als 5.000 Haushalte sowie 46 wichtige Einrichtungen ohne Strom. Wie der regionale Energieversorger Mosoblenergo mitteilte, war ein Defekt an der Ausrüstung im Versorgungsnetz der Niederlassung Pawlovski Posad für den Ausfall verantwortlich.

Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin berichtete, dass über der Region insgesamt 180 Drohnen abgeschossen worden seien. Zwischen Montagabend und Dienstagmorgen um 5 Uhr hätten insgesamt 620 Drohnen Moskau und das Umland angegriffen.

Der Angriff hatte auch erhebliche Auswirkungen auf den Flugverkehr. Die Flughäfen Wnukowo, Domodedowo und Schukowski mussten ihren Betrieb einstellen, während Scheremetjewo den Betrieb nach Absprache mit den Behörden wieder aufnahm. Auch am Dienstagmorgen galten weiterhin Einschränkungen.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Luftabwehr habe in der Nacht landesweit 791 ukrainische Starrflügler-Drohnen abgefangen und zerstört. Neben Moskau seien Drohnen über 15 weiteren Regionen sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer abgeschossen worden. In der Region Rjasan, wo neun Drohnen zerstört wurden, meldete Gouverneur Pawel Malkow drei Verletzte.

Der Angriff vom 18. August zählt nach Angaben des Verteidigungsministeriums zu den größten ukrainischen Drohnenoffensiven seit Jahresbeginn. Er folgte nur zwei Tage nach einem noch massiveren Angriff am 16. August, bei dem das Ministerium den Abschuss von 822 ukrainischen Drohnen vermeldet hatte.

Angesichts militärischer Rückschläge hat Kiew in den letzten Wochen seine Angriffe auf russische Infrastruktur intensiviert. Betroffen sind insbesondere Lagerhäuser, Energieanlagen, Wohnhäuser, zivile Fahrzeuge und Erholungsgebiete. Erst Anfang August hatte ein ukrainischer Drohnenangriff auf einen Strand im südrussischen Badeort Gelendschik mindestens sieben Todesopfer, darunter drei Kinder, gefordert und zahlreiche weitere Menschen verletzt.

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