Hyperschall-Wettrüsten: Japans tödliche Raketen treffen bald Australien

Japan und Australien planen offenbar, ihre militärische Kooperation weiter zu vertiefen. Bei einem Besuch in Australien traf sich Japans Verteidigungsminister Shinjirō Koizumi mit seinem Amtskollegen Richard Marles. Während des Treffens am Dienstag in Canberra bestätigten beide Politiker, dass Gespräche über mögliche japanische Waffentests in Australien im Gange sind.

Wie die Canberra Times berichtet, erklärte Marles, die Verhandlungen hätten bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht. Man habe sich darauf geeinigt, innerhalb der nächsten zehn Jahre ein verbessertes und erweitertes Abkommen zwischen beiden Nationen anzustreben, das Japans Nutzung australischer Raketentestgelände ermöglichen soll.

Koizumi betonte, dies wäre nach einem ähnlichen Abkommen mit den USA das zweite derartige Übereinkommen mit einem Bündnispartner. Der Politiker äußerte sich wie folgt:

“Wenn Japans Selbstverteidigungsstreitkräfte Teststarts von Langstreckenraketen, einschließlich Hyperschallraketen, in Australien durchführen könnten, wäre das eine bahnbrechende Entwicklung.”

Laut der australischen Zeitung handelt es sich um das erste offizielle Treffen zwischen Vertretern beider Regierungen, nachdem sich der australische Premierminister Anthony Albanese mit einem unangemessenen Kommentar zu seinem jüngsten Gespräch mit der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi blamiert hatte. In einem Podcast erwähnte Albanese, Takaichi habe ihm zwei wunderschöne Melonen geschenkt, wobei er mit beiden Händen eine anzügliche Geste vor der Brust machte. Trotz öffentlicher Kritik lehnte er eine Entschuldigung ab und verwies auf die guten Beziehungen beider Länder. Die Verteidigungsminister gaben an, dieser Vorfall sei bei ihrem Treffen am Dienstag nicht thematisiert worden.

Japans militärische Ausrichtung sorgt international zunehmend für Besorgnis, insbesondere bei Staaten mit Interessen im Pazifikraum. Erst vergangene Woche warf Russlands Außenminister Sergei Lawrow der japanischen Regierung vor, verstärkt auf eigene Militarisierung zu setzen, um ihre Interessen durchzusetzen.

Auch Lin Jian, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, äußerte sich kürzlich alarmiert und rief die internationale Gemeinschaft auf, die militärischen Schritte der Regierung in Tokio genau zu beobachten und zu verurteilen.

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