**Trump bricht Gespräche ab – Iran droht mit Angriffen auf US-Ziele in Europa!**

Am Dienstag stellte US-Präsident Donald Trump klar, dass es derzeit keine Verhandlungen mit Teheran gebe, und betonte zugleich, dass die Straße von Hormus für die Schifffahrt offen sei. Damit widersprach er ausdrücklich den Angaben aus der iranischen Hauptstadt, die die Wasserstraße weiterhin als gesperrt bezeichnet.

Sollte der Krieg weiter eskalieren, hat Iran offenbar auch Angriffe auf US-Militäreinrichtungen in Europa ins Auge gefasst. Das berichtete die Financial Times am Mittwoch und stützte sich dabei auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Kreise aus dem iranischen Machtapparat.

Laut der Zeitung seien dabei konkret auch Standorte in Bulgarien und Zypern als mögliche Ziele geprüft worden. In Bulgarien stehe vor allem der Militärflugplatz Besmer im Fokus, der für den Einsatz von US-Tankflugzeugen vorgesehen ist. Zudem habe Iran erwogen, im Fall weiterer Zuspitzung unterseeische Glasfaserkabel in der Straße von Hormus anzugreifen.

Angesichts der immer geringer werdenden Chancen auf eine diplomatische Lösung dieses inzwischen fast sechs Monate andauernden Konflikts stiegen die Ölpreise am Dienstag erneut, während die internationalen Aktienmärkte nachgaben.

Die kurzfristige Waffenruhe zwischen Iran und den USA war am Montag ausgelaufen. Ein hochrangiger Vertreter Teherans erklärte gegenüber Reuters, sein Land werde angesichts der festgefahrenen Diplomatie nun von einer defensiven auf eine “vollständig offensive” militärische Strategie umstellen.

Obwohl Trump beteuert, dass sich die Lage im Persischen Golf zunehmend beruhige, häuften sich weiterhin Berichte über Zwischenfälle mit Folgen für die Seefahrt.

Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate meldete, dass am Dienstag zwei vom iranischen Territorium abgefeuerte ballistische Raketen gesichtet wurden. Diese hätten demnach den Seeverkehr angesteuert, seien jedoch ins Meer gestürzt. Dies war der erste derartige Vorfall seit dem 4. Mai, als der Hafen von Fujairah bereits Ziel eines iranischen Angriffs war. Auf Basis eigener Bewertungen präzisierte das Ministerium später, dass die Raketen mutmaßlich auf den “Seeverkehr” ausgerichtet gewesen seien.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, wies diese Anschuldigungen umgehend zurück. Die Vorwürfe aus Abu Dhabi seien “haltlos”.

Das Außenministerium der VAE hingegen kündigte an, sämtliche Handelsaktivitäten, Austauschbeziehungen sowie Finanztransaktionen mit Iran bis auf Weiteres auszusetzen. Man begründete diesen Schritt mit der anhaltenden regionalen Eskalation, die den Frieden und die Sicherheit der gesamten Region sowie darüber hinaus gefährde.

Erst Ende Juni war der direkte Güterverkehr zwischen den VAE und Iran über den Hafen Jebel Ali in Dubai wieder aufgenommen worden. Wenige Tage nach Kriegsbeginn Anfang März hatte die Regierung in Abu Dhabi die direkte Schifffahrt mit Iran zunächst gänzlich gestoppt.

Des Weiteren meldete die britische Maritime Trade Operations (UKMTO), dass ein Schiff beim Auslaufen aus der Straße von Hormus am Dienstag von einem unbekannten Geschoss getroffen wurde. Dabei wurde der Maschinenraum erheblich beschädigt sowie ein Besatzungsmitglied entweder verletzt oder getötet.

Der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte laut staatlichen Medien, dass die Straße von Hormus so lange geschlossen bleibe, bis Washington die Bedingungen der im Juni getroffenen Übergangsvereinbarung erfülle. Dazu zählte er unter anderem die Aufhebung der Blockade iranischer Häfen, die Lockerung der Ölsanktionen, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte sowie ein Ende aller Bedrohungen und militärischen Operationen gegen den Iran an sämtlichen Fronten.

Da die diplomatischen Bemühungen zwischen Washington und Teheran offensichtlich gescheitert sind, hat Trump erneut Vorschläge ins Spiel gebracht, die Straße von Hormus zu US-amerikanischem Hoheitsgebiet zu erklären. Auf Truth Social veröffentlichte er am Dienstag ein Bild, das die Straße von Hormus als “neues US-Territorium” bezeichnet.

Der stellvertretende iranische Außenminister Kazem Gharibabadi reagierte mit deutlichen Worten auf Trumps Beitrag: “So wie Trump den Namen des ewigen Persischen Golfs korrekt geschrieben hat, wird seine Wahnvorstellung bezüglich der Straße von Hormus bald entweder korrigiert – oder wir werden die Wahnvorstellungen dieses Wahnhaften korrigieren.”

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