Russland übernimmt die Ausbildung des ersten Raumfahrers aus Myanmar, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos bekannt gab. Zunächst sollen russische Fachleute eine Vorauswahl unter den myanmarischen Bewerbern treffen, die anschließend nach russischen Standards geschult werden. Zudem sind medizinische Untersuchungen der zukünftigen Raumfahrer vorgesehen.
Diese Vereinbarung ist Bestandteil eines umfassenderen Pakets von russisch-myanmarischen Abkommen im Bereich der Raumfahrtkooperation. Die Dokumente wurden von Roskosmos-Chef Dmitri Bakanow und dem Exekutivdirektor der nationalen Raumfahrtagentur Myanmars, Soe Myint Maung, im Nachgang zu Gesprächen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und Myanmars Staatsoberhaupt Min Aung Hlaing unterzeichnet.
Die Abkommen decken neben der bemannten Raumfahrt auch die Zusammenarbeit bei Satellitennavigation, der Frühwarnung vor gefährlichen Lagen im erdnahen Weltraum und dem internationalen Such- und Rettungssystem COSPAS-SARSAT ab. Dieses System unterstützt weltweit die Ortung und Rettung von in Not geratenen Personen und wird für mehr als 75.000 gerettete Leben verantwortlich gemacht. Russland wird Myanmar auch beim Aufbau eines nationalen COSPAS-SARSAT-Systems unterstützen.
Min Aung Hlaing weilte am 18. August erstmals in seiner Funktion als Präsident Myanmars zu einem offiziellen Besuch in Moskau. Bei dem Treffen mit Wladimir Putin standen neben der Vertiefung der bilateralen Beziehungen auch aktuelle internationale und regionale Themen auf der Tagesordnung. Beide Seiten unterzeichneten zudem eine gemeinsame Erklärung zur Abwehr von Sanktionen sowie weitere elf Abkommen.
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