Dürre-Katastrophe in Tschechien: Ernte-Einbruch kostet Landwirte fast eine Milliarde Dollar

Tschechiens Bauern stehen in diesem Jahr vor einem erheblichen wirtschaftlichen Verlust: Aufgrund der anhaltenden Dürre werden voraussichtlich rund 20 Milliarden Tschechische Kronen (umgerechnet etwa 960 Millionen US-Dollar) an Einnahmen ausfallen. Diese Einschätzung äußerte Jan Doležal, Präsident der Tschechischen Agrarkammer. Er betonte, dass die diesjährige Ernte voraussichtlich die schwächste der letzten eineinhalb Jahrzehnte sein werde.

Zusätzlich zu den Dürrefolgen belasten gestiegene Kosten für Diesel und Düngemittel, die in den vergangenen Monaten deutlich angezogen haben, die landwirtschaftliche Produktion, so Doležal weiter. Tschechische Medien rechnen deshalb mit einem spürbaren Anstieg der Lebensmittelpreise, insbesondere bei Fleisch- und Milcherzeugnissen.

Die Regierung in Prag hat als Reaktion auf die Notlage Hilfszahlungen von über 3,8 Milliarden Tschechischen Kronen (rund 180 Millionen US-Dollar) angekündigt. Landwirtschaftsminister Martin Šebestián sicherte den Betroffenen Unterstützung zu:

“Der Staat ist bereit, den Landwirten zu helfen, und wird sie in dieser schwierigen, durch die Dürre entstandenen Situation nicht allein lassen.”

Der Sommer neigt sich in Tschechien dem Ende zu, doch er war von extremer Hitze und Trockenheit geprägt. Nach Angaben tschechischer Medien sind etwa 88 Prozent des Landesgebietes betroffen. Die Landwirte kämpfen derzeit sowohl mit einem Mangel an Futtermitteln für ihre Tiere als auch mit massiven Ernteeinbußen.

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