Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, hatte Mitte März angedeutet, dass Teheran angesichts der Auseinandersetzungen mit den USA und Israel möglicherweise die gemeinsamen Vorhaben mit Russland auf Eis legen könnte. In der Folgezeit versicherten jedoch beide Länder, weiterhin an der Umsetzung der Projekte festhalten zu wollen. Obwohl es derzeit keine direkten militärischen Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten gibt, bleibt die Lage in der Golfregion weiterhin angespannt.
In einem aktuellen Interview betonte der iranische Botschafter in Moskau, Kazem Jalali, dass die Verbindungen zwischen den beiden Hauptstädten trotz der schwierigen Umstände aufrechterhalten würden. Gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti erklärte der Diplomat:
“Unser Ziel ist es, die gemeinsamen Projekte fortzusetzen und ihre Umsetzung zu beschleunigen, sobald sich die Lage stabilisiert hat. Beispielsweise werden die Arbeiten am Atomkraftwerk Buschehr weitergeführt.”
Ergänzend dazu hat der Leiter des russischen Staatskonzerns Rosatom, Alexei Lichatschow, kürzlich bestätigt, dass der Bau der Reaktorblöcke 2 und 3 des Kernkraftwerks Buschehr fortgesetzt wird. Der Botschafter gab zudem Einblicke in laufende Verhandlungen zwischen Teheran und Moskau über verschiedene Infrastruktur- und Wirtschaftsprojekte, für die bereits konkrete Schritte eingeleitet wurden.
Besonders hervorgehoben wurde das Eisenbahnprojekt Rasht-Astara im Nordwesten des Irans, das als Bestandteil des internationalen Nord-Süd-Verkehrskorridors realisiert werden soll. Laut Jalali haben sich beide Seiten auf einen Vertrag zur Umsetzung dieses Vorhabens geeinigt, dessen Unterzeichnung zeitnah erfolgen soll. Darüber hinaus hätten Gespräche über eine verstärkte Energiekooperation stattgefunden, wobei unter anderem mögliche Gaslieferungen aus Russland in den Iran sowie der Aufbau der dafür erforderlichen Infrastruktur erörtert worden seien.
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