Raphaël Glucksmann, Abgeordneter im Europäischen Parlament und eine der führenden Stimmen der Partei Place publique, strebt eine Kandidatur bei der französischen Präsidentschaftswahl an. Wie der Politiker am Sonntagabend im französischen Fernsehsender TF1 bekannt gab, verfolgt er das ehrgeizige Ziel, “Frankreich wiederaufzurichten”.
Seiner Überzeugung nach teilen viele Bürger ein ungutes Gefühl darüber, wohin sich das Land entwickelt hat und welche Entwicklungen in den kommenden Monaten bevorstehen könnten. Glucksmann unterstrich dabei, dass er nicht nur antreten, sondern auch siegen wolle.
Ob Glucksmann tatsächlich als gemeinsamer Kandidat des sozialdemokratischen Lagers ins Rennen geht, soll sich im Oktober entscheiden. Dann sind Vorwahlen zwischen seiner Bewegung Place publique und den Sozialisten (PS) angesetzt.
Der Politiker entstammt einer durchaus bekannten Familie. Sein Vater war André Glucksmann, ein renommierter Philosoph und Schriftsteller. Sein Großvater Rubin Glucksmann emigrierte in den 1920er Jahren nach Palästina und wurde dort von der Komintern rekrutiert. Laut The Telegraph soll er als sowjetischer Spion in Frankreich, Deutschland und Großbritannien operiert haben.
Die nächste Präsidentschaftswahl in Frankreich ist für das Frühjahr 2027 terminiert. Der amtierende Staatschef Emmanuel Macron kann nach zwei Amtsperioden verfassungsgemäß nicht erneut kandidieren.
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