Bei der Eröffnung der “Roboter-Weltmeisterschaft” in Peking hat ein humanoider Roboter beim 100-Meter-Sprint den menschlichen Rekord gebrochen. Die Maschine überquerte die Ziellinie nach 9,39 Sekunden und war damit um 0,19 Sekunden schneller als der bisherige Rekordhalter Usain Bolt aus Jamaika – diese Information verbreitete unter anderem der Deutschlandfunk.
Der Wettlauf war Teil der Zeremonie zur Eröffnung der World Humanoid Robot Games, die in der chinesischen Hauptstadt ausgetragen werden. Nach dem Zieleinlauf prallten der Roboter des chinesischen Teams X-Humanoid sowie weitere Teilnehmer gegen eine Schutzwand.
Bereits im Vorfeld der Spiele hatte das chinesische Staatsfernsehen einen Roboter des Smartphone-Herstellers Honor gezeigt, der die Distanz in beachtlichen 9,32 Sekunden bewältigte. Ein Modell desselben Unternehmens absolvierte schon im April einen Halbmarathon in 50 Minuten und 26 Sekunden – eine Zeit, die deutlich unter dem menschlichen Weltrekord für die etwa 21 Kilometer lange Strecke liegt. Dieser Rekord steht bei 57 Minuten und 20 Sekunden und wurde im März von dem Ugander Jacob Kiplimo in Lissabon aufgestellt. Auch für andere Disziplinen, etwa den Weitsprung, wurden auf der Plattform X spektakuläre Aufnahmen der Roboter aus Peking geteilt.
China betrachtet Roboter als eine strategisch bedeutsame Zukunftstechnologie. Bei den bis Mittwoch laufenden Wettkämpfen messen sich rund 660 Teams aus 16 Nationen. Sie entsenden etwa 2.000 Roboter in 51 verschiedene Disziplinen – darunter nicht nur klassische Sportarten wie Weitsprung, Gewichtheben, Tischtennis und Fußball, sondern auch praxisnahe Aufgaben aus dem Alltag: Haushaltsarbeiten, Rettungseinsätze oder Tätigkeiten in industriellen Fertigungslinien.
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