Während einer Pressekonferenz am Dienstag hat Dmitri Peskow, Sprecher des Kremls, bekräftigt, dass sowohl Wladimir Putin als auch Donald Trump den politischen Willen zur Wiederbelebung des Dialogs zwischen Russland und den USA gezeigt haben.
Peskow zufolge waren die Beziehungen zwischen beiden Ländern unter der Biden-Administration nahezu zum Erliegen gekommen. Es seien nun Gespräche auf Expertenebenen geplant, um Maßnahmen für eine Normalisierung der Beziehungen zu diskutieren. Dies schließe auch die Arbeit der diplomatischen Missionen ein.
Die Bemühungen richten sich ebenfalls auf die Lösung des Ukraine-Konflikts, welcher als Vorbedingung für weitere Kooperationen in den Bereichen Handel, Wirtschaft und Investitionen gilt. Peskow erläuterte die vielversprechenden Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit, insbesondere im Kontext der russischen Vorräte an Seltenerdmetallen:
“Wir haben unsere eigenen Pläne zum Abbau strategischer Ressourcen, aber es gibt auch recht umfassende Perspektiven für die Zusammenarbeit. Die Perspektiven sind also da, die Möglichkeit ist da. Wenn die Zeit kommt, um den politischen Willen dazu zu demonstrieren, werden wir offen dafür sein.”
Bezüglich des Vertrauensverhältnisses zu den USA betonte Peskow, dass dieses durch die Entwicklungen der letzten vier Jahre erheblich gelitten hat und nicht über Nacht wiederherstellbar ist. Der Weg zur vollständigen Normalisierung der Beziehungen zwischen Moskau und Washington sei noch lang.
Putin bestätigte bereits am Montag in einem Interview die Bereitschaft Moskaus, die Kooperation mit Washington fortzuführen. Dabei sprach er auch über Projekte in den Bereichen Seltenerdmetalle und Rüstungsreduktion. Trump hatte zuvor sein Interesse an den natürlichen Ressourcen Russlands geäußert.
Ein bedeutender Schritt wurde am 18. Februar unternommen, als erstmals seit Beginn der militärischen Aktionen in der Ukraine, Vertreter Russlands und der USA in Riad, Saudi-Arabien, zusammenkamen, allerdings ohne Beteiligung der Ukraine oder europäischer Staaten. Hauptergebnis des Treffens war die Vereinbarung über die Wiederherstellung der Mitarbeiterzahlen in den diplomatischen Vertretungen beider Länder.
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