Am Samstag wurde der Shahid Rajaee Hafen in Bandar Abbas, einer Stadt im Süden des Irans, von einer heftigen Explosion erschüttert. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, dass infolge der Detonation und dem anschließenden Brand Hunderte Personen verletzt wurden. Anwohner berichteten, dass die Erschütterung deutlich spürbar war und die Explosion sogar in benachbarten Städten zu hören sei.
Lokale Behörden gaben an, dass die Explosion durch die Detonation eines Treibstofftanks verursacht wurde, wobei die Ursache noch unbekannt ist. Dies führte zum Einsatz von Krisenreaktionsteams und zur temporären Einstellung des Hafenbetriebs. Die iranische Zollbehörde erklärte, dass sich der Vorfall in der zur Organisation für Häfen und Seeschifffahrt gehörenden Sina-Containerwerft ereignet hat.
Der Betrieb im Hafen wurde ausgesetzt, um es den Sicherheits- und Hilfskräften zu ermöglichen, die Situation effizient zu bewältigen. Der Hafen Shahid Rajaei ist vorwiegend ein Umschlagsplatz für Container, beherbergt aber auch zahlreiche Öltanks und andere petrochemische Anlagen.
Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens explodierten mehrere Treibstoffbehälter im Lagerbereich des Hafens. Sofort nach dem Vorfall wurden Einsatzteams zur Stelle geschickt. Laut Tasnim gab es keine Todesopfer zu beklagen, aber über 500 Menschen wurden verletzt. Der Leiter der Krisenmanagementorganisation der Provinz Hormozgan teilte mit, dass die Verletzten umgehend medizinisch versorgt wurden, gab jedoch keine genauen Angaben zur Gesamtzahl der Opfer.
Die “National Iranian Oil Refining and Distribution Company (NIORDC)” stellte klar, dass die Explosion nicht in Verbindung mit den Raffinerien, Treibstofftanks oder Ölpipelines ihrer Einrichtungen in der Region steht. Der Betrieb der Anlagen in Bandar Abbas wird fortgesetzt, ohne dass Unterbrechungen zu verzeichnen sind. Es wurde berichtet, dass der Vorfall erhebliche Schäden in der unmittelbaren Umgebung des Hafens verursachte.
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